Behelfsbrücke am Schongauer Mühlkanal:

Brückenschlag im Rückwärtsgang

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Letzte Woche wurde bereits die Hälfte der Behelfsbrücke zurückgezogen.

Schongau – Es ist im wahrsten Sinne des Wortes Millimeterarbeit, wie die Arbeiter die Ersatzbrücke am Kanal wieder in die vorgesehene Zerlegeposition ziehen. Alles läuft grob gesehen so ab, wie zu Beginn der Arbeiten. Also ein Brückenschlag, nur anders herum. Damals wurde von Peitinger Seite aus gezogen, jetzt zieht man aus Richtung Schongau. Die Arbeiten verlangen viel Gefühl in den Fingerspitzen ab, vor allem beim Kranführer des 350 Tonnen Autokrans.

Wie von Kranführer Olli Hermann zu erfahren ist, hat er mit seinem 55 Tonnen Autokran auf Schongauer Seite auf das Endstück zwölf Tonnen an Ausgleichsgewichten gelegt. Auf Peitinger Seite wurde das Brücken­endstück an Spezialhalterungen befestigt, die wiederum vom 350 Tonnen Kran gehalten werden. 52 Tonnen zeigt das Display in seinem Führerstand an. Wichtig ist, dass die Behelfsbrücke genau in der Waagerechten gehalten wird. Ein weiterer Arbeiter überprüft das mit seinem Messgerät und gibt die Ergebnisse per Funk an alle Beteiligten.

Zwei weitere Arbeiter stehen an einem Gerät, welches zum Ziehen verwendet wird. „Doppelt wirkender Verzugszylinder“ wird das Ding von den Spezialisten genannt, ein wahres Kraftpaket. Gute zwei Stunden dauert es, dann ist knapp die Hälfte geschafft. Die Brückenkonstruktion wird dann vor Ort zerlegt, die Teile mit dem kleineren Autokran zum Abtransport bereitgelegt.

hh

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