Diesmal auf dem UPM-Werksgelände

Wieder Brückenarbeiten in Schongau

UPM Schongau Brücke
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Zwei Brücken auf dem UPM-Werksgelände werden abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Arbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein.
  • vonAstrid Neumann
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Schongau – Eine marode Brücke auf dem UPM-Werksgelände muss ersetzt werden. Ende September, so die Planung, soll das komplizierte Bauprojekt, das rund drei Millionen Euro kosten wird, abgeschlossen sein.

Besagte Brücke wurde 1952 auf dem Werksgelände errichtet. Eine zweite – etwa 70 Zentimeter höhere – folgte 1966. Denn die ältere war für die Holztrift zu niedrig, wenn der Lech mehr Wasser führte, so dass die Holzstämme nicht mehr hindurch passten.

Doch an der älteren Brücke, über die vor allem Lkw und Züge fahren, hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Bei der Brückenhauptuntersuchung, die alle sechs Jahre stattfinden muss, wurden Risse im Beton festgestellt. 2019 baute man daher eine Notabstützung ein. „Die Brücke wurde eigentlich kontinuierlich überlastet“, sagt Bauleiter Helmut Hunger. Alle drei Monate muss seither die Statik überprüft werden. Der Entschluss zum Ersatzneubau wurde daraufhin gefällt, die Planungen, die auch das 1966 entstandene Bauwerk miteinbeziehen, begannen. Beide Brücken sollen abgerissen und durch den Neubau ersetzt werden.

Vorbereitungen zu den eigentlichen Bauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Dazu gehören neben einem intensiven Monitoring die Wasserqualität betreffend, auch Untersuchungen durch Kampfmittelsucher. Anders als beispielsweise bei der Mühlkanalbrücke sei hier aber nichts zu erwarten, so Hunger, da die Brücken auf dem Werksgelände schließlich erst nach Kriegsende errichtet wurden.

In der vergangenen Woche startete man mit dem Setzen der Spundwände. Hier sei mit etwas lärmintensiveren Arbeiten zu rechnen, so Hunger. Diese würden aber auf die Zeit zwischen 7 und 20 Uhr begrenzt. Der Abriss soll Ende Mai erfolgen. Eine Herausforderung wird es dann auch sein, den Verkehr zwischen den beiden Werksteilen umzuleiten, so Hunger. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten Ende September abgeschlossen sein.

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