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„Digitales Amt“: Stadt Schongau erhält Auszeichnung

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Von: Astrid Neumann

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Digitales Amt Schongau
Stolz auf die Auszeichnung „Digitales Amt“: Geschäftsleiterin im Rathaus Bettina Schade, AKDB-Bereichsleiterin Heike Leise, Bürgermeister Falk Sluyterman und Digitalisierungsbeauftragter Stefan Lisch. © Neumann

Schongau – Ob Anmeldung zur Eheschließung oder Umzugsmeldung – solche Dinge können in Schongau digital erledigt werden. Insgesamt 69 Dienstleistungen lassen sich so im Rathaus abwickeln ohne wirklich ins Gebäude zu müssen. Dafür bekam die Stadt nun die Auszeichnung „Digitales Amt“.

Schongau sei die erste und bisher einzige Kommune im Landkreis, die diese Auszeichnung erhält, so Rathauschef Falk Sluyterman bei der Übergabe am Freitag. Man bekomme sie, wenn mindestens 50 Dienstleistungen digital angeboten werden.

Heike Leise, Bereichsleiterin bei der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), bezeichnete 69 digitale Dienstleistungen als „enorme Zahl“. Die Stadt Schongau, die bereits seit den 80ern Kunde bei dem IT-Dienstleister ist, sei damit Vorreiter und Vorbild.

Bis Ende des Jahres müsse außerdem das Onlinezugangsgesetz umgesetzt werden, erklärte Stefan Lisch, Digitalisierungsbeauftragter bei der Stadt. Das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten. Rund zehn solcher Dienstleistungen fehlen noch, so Lisch.

Dass Digitalisierung immer zwei Zielrichtungen habe, betonte Geschäftsleiterin im Rathaus Bettina Schade. So müssen nicht nur die Bürger die Möglichkeit haben, Angebote digital zu nutzen, das gelte gleichermaßen auch für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Das sind mittlerweile170 an der Zahl, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind.

Die Pandemie habe der Digitalisierung Schub verliehen, so Schade weiter. Homeoffice oder Telearbeitsplätze mussten schnell umgesetzt werden. Die Auszeichnung „Digitales Amt“ sei nicht nur ein schönes Plakat, sondern auch wichtig für die Mitarbeitergewinnung, hob sie hervor. Doch oft setzt der Datenschutz die Grenzen: „Vieles wäre aus technischer Sicht möglich, aber der Datenschutz spricht dagegen“, so Schade.

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