Was wünschen sich die Eigentümer?

Diskussion im Bauausschuss über Nachverdichtung in der Augsburger Straße

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Die großen Gärten in der Augsburger Straße gaben Anstoß zur Diskussion um eine mögliche Bauleitplanung.

Schongau – Ein Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Einfamilienhauses auf einem bereits bebauten Grundstück in der Augsburger Straße sorgte jüngst für eine rege Diskussion im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Schongau. Hier will man nun in die Bauleitplanung gehen.

Entlang der Augsburger Straße gibt es einige davon: Einfamilienhäuser mit großem vorgelagerten Garten. Auf einem dieser Grundstücke wurde nun die Errichtung eines weiteren Wohngebäudes beantragt. „Das Bestandsgebäude ist Teil einer prägenden städtebaulichen Kante, die sich entlang der Heinrich-Huber-Straße mit gleichbleibenden Bautiefen darstellt“, erläuterte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Jedoch würde die beantragte Bebauung eine deutlich ablesbare Kante entlang der Augsburger Straße aufbrechen, so Dietrich weiter. „Die Verwaltung sieht daher ein Einfügen in die Eigenart der näheren Umgebung als nicht erfüllt an.“ Der Vorschlag lautete daher, das gemeindliche Einvernehmen für das geplante Einfamilienhaus nicht zu erteilen.

Ob eine Nachverdichtung jener Grundstücke den städteplanerischen Zielsetzungen der Stadt entspreche, wäre zu diskutieren, so Dietrich. Eine Problematik sieht der Stadtbaumeister in den dann erforderlichen Ausfahrten in der Augsburger Straße. Hier wäre seiner Meinung nach dann eine Erschließung über die Heinrich-Huber-Straße vonnöten.

„Die Zeiten ändern sich“, befand Stephan Hild (UWV). Die Grundstücke gäben durchaus eine ordentliche Bebauung her, argumentierte er für eine Nachverdichtung. „Hier wären acht bis neun Bauplätze möglich“, so Hild, der sich für das Einsteigen in ein weiteres Verfahren aussprach.

Ähnlich argumentierte auch Ilona Böse (SPD), die eine Nachverdichtung an dieser Stelle „absolut befürworte“. Böse sprach sich dafür aus, sich im Vorfeld gemeinsam Gedanken zu machen und auch den Bedarf abzufragen. Auch Kornelia Funke (CSU) sprach sich dafür aus, hier tiefer in die Diskussion einzusteigen und dabei auch die Festsetzungen des ISEK genau zu betrachten.

Nachverdichtung sei wichtig, allerdings sei es bedauerlich für die Gärten, befand Bettina Buresch (Grüne). Diese würden schließlich ein Zeitdokument darstellen. Sie schlug daher in dem Baugebiet kleinere Grundrisse vor.

Bürgermeister Falk Sluyterman brachte schließlich den Vorschlag vor, den aktuellen Antrag abzulehnen. Dafür wolle man aber in diesem Bereich in die Bauleitplanung einsteigen. Dem stimmte das Gremium mit einer Gegenstimme zu. Zuvor soll ermittelt werden, ob die anderen Grundstückseigentümer an der Augsburger Straße dies überhaupt befürworten. 

Astrid Neumann

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