Drahtlos nach oben

Deutlich kleiner als die Satelliten-Anlagen der Bodenfunkstation in Raisting sollen die Richtfunkantennen in Peiting werden. Foto: kb

Wenn alles nach Plan verläuft, könnte Peiting bald zum Knotenpunkt für die internationale Kommunikation werden. Die Firma BV Horizon Teleports GmbH möchte ein Betriebsgebäude mit Richtfunkantennen im Süden der Marktgemeinde errichten. Eine entsprechende Bauvoranfrage diskutierten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung.

Es gehe um eine Willensbekundung für die Firma, so Bürgermeister Michael Asam. Man stünde im Rennen mit weiteren Standorten, hätte aber gute Aussichten, dass die Firma Horizon Teleports, die ihren Hauptsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat, ihre neue Bodenstation für den Richtfunk in Peiting ansiedeln würde. Vorläufig um die acht „Schüsseln“, die ihr Signal direkt zu Satelliten schicken Bezeichungsweise von dort empfangen, sollen aufgestellt werden. Dabei unterstrich Bürgermeister Asam mit Unterstützung von Gemeinderat Herbert Salzmann die Unbedenklichkeit der neue Anlage. So sei der Standort am Südrand von Peiting vorgesehen, so dass das Funksignal in einem doch recht steilen Winkel über unbebautes Gelände geschickt werde, erklärte Salzmann, der seinerzeit in der deutlich größeren Bodenfunkstation Raisting involviert war und entsprechende Vorkenntnisse mitbringt. Außerhalb eines Radius von etwa zwei oder drei Metern um die Antennen sehe er daher absolut keine Gefahr für Lebewesen. Bürgermeister Asam betonte, dass es sich um innovative Technik handele, die man in den Ort bekomme, würde Peiting das Rennen machen. Aktuell sendet die Firma das Signal von Köln aus, dort aber sei die Firma nur Mieter der Anlagen, die man hier aufbauen möchte, so Asam. Durch die nötige, vor allem technische Infrastruktur ergebe sich auch ein Mehrwert für den Ort. Denn für die neue Anlage, mit der Sportereignisse übertragen werden können oder andere TV-Veranstaltungen, brauche es auch einen entsprechenden Breitbandausbau, den die Firmen vor Ort ebenfalls nutzen könnten. Um die acht bis zehn Arbeitsplätze würden zudem geschaffen. Natürlich bedarf das Vorhaben nun erst einmal einer weiteren Überprüfung durch das Landratsamt. Und auch das Thema Strahlenbelastung soll noch durch die entsprechenden Fachbehörden geklärt werden. Mögliche Probleme, etwa mit dem Hochwasser, fürchtet Asam nicht. Dies habe man beim Bebauungsplan schon berücksichtigt, die Bauausführung der Anlage wäre entsprechend. Der Gemeinderat gab der Bauvoranfrage aus Dubai schließlich mehrheitlich grünes Licht. Nach einer entsprechenden Entscheidung der Firma für den Standort Peiting muss das Unternehmen nun noch die ausgearbeiteten Baupläne der Gemeinde zur Genehmigung vorlegen.

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