Drehleiter am Krankenhaus – Brandschutzübung an Krankenhaus und Altenheim

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KREISBOTE; Schongau – Flackerndes Blaulicht, Rauch, Feuerwehrleute, schwer schnaufend unter Atemschutzgeräten – das Bild treibt Mitarbeitern von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Sorgenfalten auf die Stirn. Niemand will solche Szenen in seiner Einrichtung sehen. Vor Kurzem trainierten rund 40 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Schongau und Mitarbeiter des Krankenhauses sowie des Marie-Eberth-Altenheimes, wie sie in einer solchen Situation reagieren und erfolgreich zusammen arbeiten können. „Rauch auf der Station 8, die Feuerwehr ist alarmiert“ – das war die Erstinformation, die der Assistenzarzt Dr. Christian Wutz vom Empfang erhielt. Während er Personal für die eventuell nötige Behandlung der Verletzten organisiert, werden vom Empfang aus Brandschutzbeauftragter Harald Waldmann und die Geschäftsführung informiert. Die Haustechniker sind genauso gefordert wie das Pflege- und ärztliche Personal: Sie können schnell entscheiden, welche Strom- oder Gasleitungen sowie Lüftungsanlagen abgestellt werden müssen. „Es ist etwas ganz anderes, unter möglichst realistischen Bedingungen die Rettung von Patienten zu üben“, betont Kommandant Michael Benkert. Deshalb hat er die Einladung der Krankenhaus-Geschäftsführerin Elisabeth Ulmer zu einer Brandschutzübung gerne angenommen. Hier wird nachgestellt, wie zwei bettlägerige Bewohner mit Hilfe eines Rettungstuches herausgezogen und mit der Drehleiter geborgen werden können. Neben der Drehleiter haben die Feuerwehrleute Löschgruppenfahrzeuge, Tanklöschfahrzeug, Kommandowagen positioniert. Im Personalcasino wurde die Einsatzzentrale eingerichtet. „Die Übung hat sich bewährt. Wir wissen nun, wo wir Verbesserungen im Ablauf vornehmen können“, bilanziert Benkert nach dem Einsatz. Eine ausführliche Manöverkritik wird noch auf die Übung folgen. „Die Übung war für alle Beteiligten wertvoll“, sagt Brandschutzbeauftragter Harald Waldmann. In der simulierten Situation drängten sich Fragen auf, die bei Planungen auf dem Papier kaum aufkämen. Und: Die Sensibilität und das Verständnis der Mitarbeiter für die Notwendigkeit von Notfallplänen sei gewachsen.

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