Ehrenzeichen für drei Peitinger

Über die Maßen engagiert

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Erhielten das Ehrenzeichen von Landrat Friedrich Zeller (2. v. li.): Karl Hektor, Karin Hiefner und Josef Fischer (v. li.)

Schongau – Große Ehre für drei Peitinger: Karl Hektor, Josef Fischer und Karin Hiefner wurden mit dem Orden des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.

Schongau – Die Verleihung eines Ordens ist eine feierliche Angelegenheit – erst recht, wenn es sich dabei um den des bayerischen Ministerpräsidenten handelt. Insofern passte der Ort ganz gut, den Landrat Friedrich Zeller jüngst für die Übergabe des Ehrenzeichens für Verdienste im Ehrenamt an die Peitinger Karl Hektor, Josef Fischer und Karin Hiefner ausgewählt hatte: Im Dienstzimmer des Landrats im Schongauer Schloss residierte einst schon Franz Josef Strauß. 

Erstmals hatte Zeller die Verleihung von Weilheim nach Schongau verlegt – und überraschte damit prompt Peitings Bürgermeister Michael Asam auf dem falschen Fuß. Dieser war aus alter Gewohnheit nach Weilheim gefahren und verpasste so die Zeremonie. Karin Hiefner, Karl Hektor und Josef Fischer nahmen ihrem Gemeindechef diesen Lapsus allerdings nicht übel. Die Hauptrollen waren am vergangenen Dienstag ohnehin ihnen zugedacht. Das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Dass dies auf die drei Peitinger zutrifft, betonte Zeller in seinen Laudationes. 

 Hiefner unterstütze seit über 20 Jahren die Peitinger Gemeinde- und Pfarrbücherei, halte monatliche Vorlesestunden für Kinder, so der Landrat. Seit vier Jahren veranstalte die 68-Jährige zudem im evangelischen Kirchenstüberl Vorlesestunden für ältere Mitbürger. 

 Bereits seit mehr als 40 Jahren engagieren sich Hektor und Fischer im Schützenverein 1882 Peiting und bekleideten in diesen Jahrzehnten mehrere Ämter von Schatz- über Jugend- bis Schützenmeister. Ihnen habe es der Verein unter anderem zu verdanken, erinnerte der Landrat, dass einst die Olympiasiegerin von Seoul, Silvia Sperber, zum Vergleichsschießen angetreten sei. 

Zeller: „Sie alle Drei haben ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten stets unter hohem persönlichen Einsatz und unter Zurückstellung der eigenen Interessen erbracht. Dafür danke ich Ihnen.“ chpe

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