"Ernste Lage"

Corona: Von Ischgl nach Ingenried

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Der Dorfladen in Ingenried bleibt vorerst weiterhin geöffnet.

Ingenried – Ingenried befindet sich in einer „ernsten Lage wegen dem Coronavirus“ in der Gemeinde. Das teilte Bürgermeister Xaver Fichtl am Sonntag in einer Gemeindeinformation mit. Drei bis vier positiv getestete Personen gibt es seinem Kenntnisstand im Ort. Mit dem Virus infiziert haben sich die Betroffenen offenbar im Skiort Ischgl bei einem Ausflug des Skiclubs am 7. März.

Zu diesem Zeitpunkt galt das Gebiet um den beliebten Skiort noch nicht als Risikogebiet. „Im Nachhinein weiß man das, kann man jetzt aber nicht mehr rückgängig machen“, sagt Fichtl im Gespräch mit dem Kreisboten.

Infiziert hat sich auf der Fahrt offenbar ein Wahlhelfer, welcher bei der Kommunalwahl im Ort am 15. März im Einsatz war. Alle 17 Wahlhelfer seien sofort nach Bekanntgabe des positiven Test von ihm selbst an das Gesundheitsamt gemeldet worden, berichtet Fichtl. „Alle betroffenen Kontaktpersonen haben vom Gesundheitsamt eigene Anweisungen bekommen.“

An dem Skiausflug war offenbar auch eine Verkäuferin aus dem Dorfladen beteiligt. Dazu Fichtl, der aus Datenschutzgründen das nicht bestätigen möchte: „Alle bisherigen Personaleinsätze sind dem Gesundheitsamt bekannt. Alle beschäftigten Personen wurden von mir gemeldet.“

Die Abteilung Lebensmittelsicherheit im Landratsamt habe am Sonntag an die Gemeinde geschrieben, es bestehe nach fachlicher Einschätzung und aus Lebensmittelhygienischer Sicht kein Grund sowie aus rechtlicher Sicht kein Grund für eine umgehende Betriebsschließung. „Wir von der Gemeinde werden zusammen mit dem Geschäftsführer die Situation aber von Tag zu Tag prüfen“, so die Aussage am Sonntag, welche Fichtl am Dienstag bekräftigte. Die Gemeinde stehe zudem seit Tagen im engen Kontakt mit dem Gesundheitsamt, dem Veterinäramt Abteilung Lebensmittelsicherheit sowie der Rechtsaufsicht beim Landratsamt. Der Dorf­laden bleibe daher vorerst weiterhin von 7 bis 13 Uhr geöffnet. asn

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