Superzelle trifft Landkreis

Echelsbacher Brücke: Hangrutsch an der Ammerschlucht 

Sturm Superzelle Echelsbacher Brücke
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In der Nähe der Echelsbacher Brücke sind zahlreiche Bäume umgestürzt. Einige davon landeten auch in der Ammerschlucht.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Rottenbuch – Im Bereich der Ammerschlucht kam es in Folge der unwetterartigen Regenfälle der vergangenen Tage und Wochen an der Echelsbacher Brücke zu einem akuten Hangrutsch. Größere Mengen an Hangmaterial, Ästen und Bäumen sind dabei hangabwärts in die Ammer gerutscht. Dadurch entstand eine so genannte „Verklausung“, also eine Verstopfung des Flusslaufes durch das Treibmaterial. Das Landratsamt Weilheim-Schongau rät deshalb dringend von einer Befahrung der Ammer auf der Strecke Kammerl bis Rottenbucher Ammerbrücke ab, da es für Bootsfahrer hier zu lebensgefährlichen Situationen kommen kann.

Das für die Unterhaltung der Ammer zuständige Wasserwirtschaftsamt Weilheim wird die entstandene Gefahrenstelle durch Entnahme der Bäume so bald wie möglich entschärfen, sofern es die Abflussverhältnisse zulassen, wie der stellvertretende Pressesprecher in der Kreisbehörde, Klaus Mergel, am Montag mitteilte.

Wann das ist, ist aber unklar. Derzeit können aufgrund des schwierigen Geländes in der Ammerschlucht auf Höhe der Echelsbacher Brücke keine Bäume aus der Ammer geborgen werden. Das teilte das Landratsamt Weilheim-Schongau am Dienstagnachmittag mit. Da aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse derzeit die Bäume in der Ammer nicht entnommen werden können, werden diese vom Wasserwirtschaftsamt in Stücke geschnitten, sobald es die Abflussverhältnisse zulassen. Das zerkleinerte Holz wird dann mit der Zeit bei stärkerer Strömung vom Fluss selbst abtransportiert. Wann diese Arbeiten erfolgen können, ist momentan noch nicht abzusehen, da aktuell zu hohe Abflussverhältnisse in der Ammer herrschen.

Grundsätzlich wird bei diesem Anlass darauf hingewiesen, dass es sich bei der Ammer um einen Wildfluss handelt, der ständigen Veränderungen unterliegt. Damit verbunden sind zahlreiche Gefahren wie etwa im Wasser liegende Bäume, Stromschnellen oder Unterwasserhindernisse. Insbesondere nach den aktuellen Hochwasserereignissen könnten derzeit auch weitere bislang nicht bekannte Gefahrenstellen entstehen. Bei der Befahrung und sonstigen Nutzung der Ammer ist deshalb eigenverantwortlich die im Verkehr erforderliche Sorgfalt und Vorsicht geboten.

Vielerorts kam es im Landkreis am Sonntagabend zu schweren Unwettern und zahlreichen Schäden. Im Bereich Eglfing forderte die Gewitterzelle ein Todesopfer.

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