Vorarbeiten für Millionen-Projekt haben begonnen

Echelsbacher Brücke: Aus alt wird neu

+
So soll die neue Echelsbacher Brücke aussehen.

Rottenbuch – Der Zahn der Zeit nagt an der 88 Jahre alten Echelsbacher Brücke, welche die Ammerschlucht zwischen Rottenbuch und Bad Bayersoien überspannt. Bis 2021 soll die wichtige Verbindung deshalb durch einen Neubau ersetzt werden. Am Montag starteten die ersten Vorarbeiten für das millionenschwere Projekt.

Damit der Verkehr auf der Bundesstraße 23 auch während des Neubaus ohne große Umwege fließen kann, wird ab April eine Behelfsbrücke errichtet. Die Vorbereitungen beginnen bereits ab dieser Woche mit der Räumung des Baufelds. Dafür müssen laut Brückenbau-Sachgebietsleiter German Abenthum eine Reihe von Bäumen gefällt werden – sowohl auf Rottenbucher als auch Bad Bayersoier Seite sowie in der Schlucht selbst, wo die Fundamente für die drei Brückenpfeiler entstehen. Die Rodung soll bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Parallel dazu beginnen ab Mitte des Monats die ersten Arbeiten für den auf der westlichen Seit geplanten Kreisverkehr. Dieser soll, so der Plan des Staatlichen Bauamts, bis Jahresmitte fertig sein. Bis auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Baustellenbereich sei in dieser Phase mit keinen Behinderungen für den Verkehr zu rechnen, versichert Abenthum.

Die Errichtung der 266 Meter langen Behelfsbrücke – eine Leihgabe des Bundes – dauert voraussichtlich bis Dezember. Im Frühjahr 2018 soll sie für den Verkehr freigegeben werden. Ab dann beginnt der aufwendige Rückbau der Echelsbacher Brücke. Erhalten bleibt nur ihr markanter, denkmalgeschützter Betonbogen – samt geschützter Fledermauskolonie, die dort seit Jahrzehnten ihren Unterschlupf hat. Läuft alles nach Plan, könnten Ende 2020 die ersten Autos über den Ersatzneubau fahren. Anschließend folgt der Rückbau der Behelfsbrücke. „Das dauert dann noch einmal bis Mitte 2021“, so Abenthum. Die Kosten für das Mammut-Projekt liegen zwischen 15 und 20 Millionen Euro.

Mittlerweile ist auch das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Man habe die Stellungnahmen von mehr als 20 Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange und anerkannten Vereinen geprüft und soweit wie möglich berücksichtigt, teilte die Regierung von Oberbayern in der vergangenen Woche mit. Der am 19. Januar erlassene Planfeststellungsbeschluss liege nun in Rottenbuch, Bad Bayersoien, Uffing und Peißenberg zwei Wochen zur Einsicht aus.

Christoph Peters

Auch interessant

Meistgelesen

In großen Schritten zum Dorfladen
In großen Schritten zum Dorfladen
Von Urnen, Stelen und Bäumen
Von Urnen, Stelen und Bäumen
Weniger Deich, mehr Wildnis für die Ammer
Weniger Deich, mehr Wildnis für die Ammer
Kopfstoß statt Faustschlag
Kopfstoß statt Faustschlag

Kommentare