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Ehrenamtspreis für Wodarczyk, den „Motor des Schongauer Sommer“

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Von: Astrid Neumann

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Wodarczyk Schongau Ehrenamt
20220719_182511.jpg © Neumann

Schongau – Der siebte Ehrenamtspreis der Stadt Schongau hätte eigentlich schon 2020 verliehen werden sollen. Wegen Corona kam es bisher nicht dazu. Am Dienstag vergangener Woche holte man die Ehrung von Manfred Wodarczyk nach. Ebenso wurden die Zuwendungen der Bürgerstiftung an die Vereine und Organisationen symbolisch übergeben.

„Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben! Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab!“, zitierte Bürgermeister Falk Sluyterman Wilhelm Busch. Jedoch modifizierte er das Gedicht ein wenig: „Willst du froh und glücklich leben, lass ein Ehrenamt dir geben!“ Die Ehrenamtlichen seien die wertvollsten Säulen, auf die man nicht verzichten könne, so das Stadt­oberhaupt.

Seit 2001 schickt Manfred Wodarczyk als Vorstand des Schongauer Sommer e.V. die Lechstadt auf eine Zeitreise ins Mittelalter. 2020 hätte der historische Markt zum 20. Mal stattfinden sollen, das platzte wegen Corona. Und auch 2021 blieb der Volksfestplatz leer. Sluyterman hob die gewaltige Herausforderung der Organisation hervor. „Einer muss der Motor sein“, so das Stadtoberhaupt, und das sei eben Wodarczyk.

Trotz des polnischen Namens sei Wodarczyk ein „waschechter Schongauer“, betonte Sluyterman. „Das Mittelalter steckt in ihm.“ Schließlich schuf er mit dem historischen Markt in der Lechstadt eine Institution, die 40.000 bis 60.000 Besucher anzieht und Schongau weit über die Gemarkungsgrenzen hinaus bekannt machte. „Aufhören mit der Liebhaberei wird er so schnell nicht“, zeigte sich Sluyterman überzeugt und äußerte den Wunsch, Wodarczyk möge noch lange die Geschicke des Schongauer Sommers leiten.

Zumindest was das Theater angeht, machte Wodarczyk deutlich: „2024 wird mein letztes Stück sein.“ Dabei wird es sich um „Die Hexe von Schongau“ handeln, kündigte er an. 2023 wird es ebenfalls ein Theaterstück geben: „1493“. Jedoch sei die Kraft für mehr langsam ausgegangen, der Aufwand immer riesig.

Der Markt, der vom 5. bis zum 15. August wieder auf dem Volksfestplatz stattfindet, werde heuer erstmals mit Eintritt laufen, so Wodarczyk. „Corona hat den Fieranten das Leben sehr schwer gemacht.“ Daher habe er auch auf viele Ehrenamtliche in diesem Jahr zugreifen müssen. Und: „Zwei ganz tolle neue Bands sind dabei“, versprach Wodarczyk.

Zuwendungen der Bürgerstiftung

Musikschule: 3.000 Euro
Krankenhaus GmbH: 150 Trösterbären
Schongau belebt: 3.500 Euro
Stadtkapelle: 3.000 Euro
Kulturverein Schongauer Land: 500 Euro

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