Neuigkeiten aus dem Schongauer Stadtrat

Das Pizzakarton-Problem

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Viele haben nicht die Möglichkeit den Wochenmarkt am Freitag auf dem Marienplatz zu besuchen, weil sie selbst arbeiten müssen. Ein neuer Feierabendmarkt soll es auch Berufstätigen ermöglichen, nach der Arbeit noch auf dem Markt einkaufen zu können.

Schongau – Das neue Schongauer Einzelhandelskonzept soll Schritt für Schritt umgesetzt werden. Seit einem halben Jahr bemüht sich der „Aktionskreis Altstadt“ mit Standort- und Wirtschaftsförderin der Stadt Yvonne Voigt an der Spitze, die von Gutachter Manfred Heider vorgeschlagenen Empfehlungen zur Stärkung der Altstadt umzusetzen. Alle drei Monate soll ein Zwischenbericht im Stadtrat gegeben werden, der erste erfolgte in der vergangenen Woche.

Einige Projekte stellte Yvonne Voigt dem Gremium vor. Zur Verbesserung des Stadtbildes hat beispielsweise der Verein „Schongau belebt“ viele neue Pflanztröge aufgestellt. Außerdem will man gegen die Vermüllung vorgehen, so Voigt. Die Mülleimer und deren Füllstände wurden durch den Bauhof kontrolliert und die Leerungslogistik angepasst.

Problem Pizzakartons: Hier könnte man Anreize zur Rückgabe schaffen.

Hier sprach Voigt von einem „Fast Food Problem“. Sie habe bereits mit fast allen Wirten und Imbiss-Betreibern über eine Rücknahmevereinbarung gesprochen, so die Wirtschaftsförderin. Grundsätzlich seien alle zu einer Rücknahme von Müll bereit. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Gast nach dem Verzehr seinen Pizzakarton tatsächlich wieder zurückbringt, ist natürlich eher gering. „Hier könnte man Anreize schaffen“, sagt Voigt. Beispielsweise wäre ein Pfand- oder Belohnungssystem denkbar. Im November soll ein Treffen mit den Fast-Food-Anbietern stattfinden, um das zu klären.

In die Schulen

SPD-Stadtrat Stefan Konrad stellte die Frage, ob es nicht sinnvoll sei, in die Schulen zu gehen und dort über eine ordentliche Müllentsorgung aufzuklären. Doch Yvonne Voigt nahm die Schüler in Schutz: „Nachmittags und abends sieht es deutlich schlimmer aus als zur Mittagszeit.“ Eine Aktion in Zusammenarbeit mit den Schulen sei dennoch sinnvoll.

Mehr los in der Stadt sei zudem beispielsweise dadurch, dass der Weibsdeifimarkt in der Lechstadt sesshaft geworden ist. Dieser geht ebenfalls auf die Initiative des Vereins „Schongau belebt“ zurück. Ein Feierabend-Markt könnte in Zukunft außerdem das Angebot in der Altstadt bereichern. Ein solcher ist für Donnerstag zwischen 16 und 20 Uhr auf dem Marienplatz geplant und soll Leuten, die am Freitagvormittag nicht die Möglichkeit haben, den Wochenmarkt zu besuchen, eine Alternative bieten. Hier gebe es bereits fünf bis sieben interessierte Direktvermarkter, sagte Voigt.

Die neue Homepage der Stadt soll die digitale Präsenz verbessern. Für 15.500 Euro brutto ist diese nun in Auftrag gegeben worden. Enthalten soll der Internetauftritt dann auch eine Gewerbeplattform. Die Öffnungszeiten in der Stadt sollten schon länger vereinheitlicht werden. Dazu sollen die Frequenzdaten der Parkscheinautomaten ausgewertet werden, so Voigt.

Pläne für den Tourismus

Geplant ist außerdem das Pilotprojekt Samstags-Bus. Der neue Busfahrplan ist dagegen schon umgesetzt und soll zum Jahreswechsel in Kraft treten. Zum Thema Tourismus ist geplant, vor allem das Info- und Werbematerial zusammenzufassen und dadurch auch zu reduzieren. Das sei ein Wunsch der Hotels und Pensionen gewesen, so die Standortförderin. Auch der Image-Film der Stadt soll über kurz oder lang über den Bildschirm am Rathaus flimmern.

asn

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