Frohe Kunde aus Schongau, Peiting und Altenstadt

Bäder im Altlandkreis ziehen positive Bilanz

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Die Anzahl der Sommertage hat den Bädern in die Karten gespielt.

Landkreis – Das Ende der großen Ferien stellt auch für die Bäder im Altlandkreis eine spürbare Zäsur dar. Die Sommersaison ist zu Ende und erst einmal eine unterschiedlich lange Pause angesagt. In Schongau, Altenstadt und Peiting ziehen die Verantwortlichen nach Ablauf der Sommersaison ein erfreuliches Fazit. Fürs Plantsch kündigt dessen Vorstand Andreas Kosian einige auch für die Gäste spürbare Neuerungen an, die in der bis Oktober währenden Revisionszeit über die Bühne gebracht werden.

er die Zahlen vor. Vom 12. Mai bis vergangenen Dienstag besuchten 54.269 Besucher das Wellenfreibad. „Im Vergleich zu den zehn Vorjahren ist das ein sehr gutes Ergebnis“, erklärt der Mitarbeiter der Kämmerei. Zuletzt sei man 2007 in der Marktgemeinde auf eine vergleichbare Marke gekommen. Überhaupt: „Nach relativ schwachen Besucherzahlen gegen Anfang des Jahrzehnts sind sie seit 2015 (ca. 49.000; 2016: ca. 51.000, d. Red.) wieder merklich angestiegen.“ Ganz wesentlich sei dabei die Anzahl der Sommertage, also solche, an denen die Temperaturen über 25 Grad Celsius klettern. Ganze 48 waren es in Peiting, davon allein 29 Tage in den großen Ferien. Zum Vergleich: Der langjährige Schnitt liege in der Marktgemeinde bei gerade einmal 29 pro Sommer. Zu Schäden, die außerordentliche Reparaturen bedingten, sei es nicht gekommen. Die zwei Peitinger Badenächte, davon eine mit Live-Musik, beschreibt Turner als „sehr gut besucht“. Wann das Wellenfreibad wieder öffnet, sei noch nicht fix terminiert. „Traditionell ist das immer gegen Mitte Mai“, so Turner.

Um den Dreh dürfte es auch in Altenstadt wieder losgehen. Dort orientiert man sich an den Pfingstferien, hält sich aber je nach Wetterlage mehrere Termine offen. In der abgelaufenen Saison vom 20. Mai bis 11. September glich der Gästezuspruch, gemessen an den Tageskarten, dem des vergangenen Jahres. Genauere Zahlen liegen nicht vor. Wohl aber zu den Dauerkarten, deren Zahl um 43 auf 602 und damit deutlich stieg. An den bestbesuchten Tagen tummelten sich rund 920 Menschen im Freibad in der Schönach-Gemeinde. Besondere Reparaturen stehen während der Saisonpause keine an. „Das Übliche“ sei zu erledigen, lässt Bürgermeister Albert Hadersbeck ausrichten.

Plantsch zieht nochmal an

Auch im Plantsch, wo die vom 1. Mai bis vergangenen Dienstag währende Sommerpause beendet ist, fällt das Fazit positiv aus. „Erneut können wir eine sehr erfreuliche Bilanz ziehen“, sagt Chef Kosian. 88.717 Besuchern im Vorjahr stehen nun derer 89.593 gegenüber. Davon rechnet er 14.677 dem Saunaland zu, das ein Plus von knapp drei Prozent hinlegt. Deshalb und aufgrund der starken Zahlen der Gastronomie blieben auch die Eintrittspreise stabil.

Sommerlicher Spitzentag war der 28. Mai, an dem sich 1.819 Besucher im Plantsch abkühlen wollten. Der Bäderbus, der während der Ferien Kinder aus den Gemeinden um Huglfing nach Schongau und zurück fuhr, sei stets gut gefüllt gewesen. Auffallend, so Kosians Empfinden, war der höhere Anteil an Urlaubsgästen aus Osteuropa.

Zu schwerwiegenden Unfällen oder Verletzungen ist es in diesem Sommer im Plantsch weder bei Besuchern noch Personal gekommen – für Kosian Ausdruck hoher Sicherheit. Doch gänzlich eitel Sonnenschein herrscht nicht: „Vor allem während des historischen Markts gab es chaotische Parkplatzzustände entlang der Lech­uferstraße“, schildert der Plantsch-Chef. Der Vorstand habe deshalb bei der Stadtverwaltung beantragt, Lösungen wie einen Zubringer-Shuttle-Bus mit Sammelparkplatz außerhalb der Stadt während der Marktzeit oder die Schaffung neuer Parkflächen zu entwickeln.

Während der Zeit der Revisionsarbeiten, in der das Plantsch wie in jedem Jahr geschlossen bleibt, stehen zahlreiche Maßnahmen an. Neben einigen wiederkehrenden Aufgaben wie Wasserwechsel, Grundreinigung, Malerarbeiten und Fliesenschädenbeseitigung warten auch einige größere Maßnahmen darauf, über die Bühne gebracht zu werden.

Der Plantsch-Chef führt einige Beispiele an: So werden bei den Umkleiden und Spinden Grundriss und Bauteile erneuert. Dadurch steigt die Zahl der Fächer, die Familienkabinen sollen größer und zweckmäßiger ausgestattet werden. Der Kassen- und Zutrittsbereich im Foyer erfährt eine Umgestaltung, sodass er ein drittes Drehkreuz sowie einen zweiten, vollwertigen Kassenplatz aufnehmen kann.

Die Blockhaussauna wird mit einstimmiger Zustimmung, die der Schongauer Bauausschuss am vergangenen Dienstag gab, modernisiert und die Heiztechnik von Strom auf Gasbetrieb umgestellt. Die Panoramasauna erhält eine neue Effektbeleuchtung.

Am Schwimmteich soll künftig eine Wärmepumpe das Algenwachstum im Sommer verringern und die Schwimmsaison im Herbst und Frühjahr verlängern. Wohl erst im Frühling wird die lange geplante Hol- und Bringzone an der Einfahrt realisiert.

Das Saunaland im Schongauer Plantsch öffnet am 3. Oktober wieder, die Badewelt zieht am 14. Oktober nach. Während dieser Übergangszeit erhalten die Gäste zeitlich unbefristeten Eintritt zum Preis des Drei-Stunden-Tarifs.

ras

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