Der elfte "Welf" ist da

Die Vorsitzende des historischen Vereins, Heide-Marie Krauthauf, mit dem „Welf“ und Konrad Socher sowie Pankraz Fried(von rechts), die beide für ihr Schaffen geehrt wurden. Im Vordergrund eine der Installationen der Schongauer Gruppe, die die Buchvorstellung umrahmten. Foto: Sommer

Zum elften Mal hat der Historische Verein Schongau sein Jahrbuch „Der Welf“ vorgestellt. Auf 208 Seiten wurde wieder die Vergangenheit Schongaus aufbereitet und für die Gegen-wart archiviert. Darüber hinaus würdigte der Verein in besonderer Weise zwei seiner Mitarbeiter und Förderer.

Künstlerisch umrahmt präsentierte die Vorsitzende des historischen Vereins, Heide-Marie Krauthauf, das neue Jahrbuch, welches mit seinen neun Beiträgen heuer einen Bogen vom 18. Jahrhundert über Ereignisse im zweiten Weltkrieg bis in die Neuzeit schlägt. Und dabei über Hausnamen ebenso berichtet wie von der Planungsgeschichte der Schongauer Stadtpfarrkirche und der Rekonstruktion eines Flugzeugabsturzes über den Ammergauer Alpen 1944. Es sei immer wie eine fünfte Jahreszeit, gestand Heide-Marie Krauthauf, wenn das neue Jahrbuch erschienen sei. Dementsprechend hatte der Verein das Ambiente gestaltet, mit Werken und Installationen der „Schongauer Gruppe“. Der Zusammenschluss von Künstlern feierte im vergangene Jahr sein 40-jähriges Bestehen und erfährt im Jahrbuch durch Gerhard Heiß eine Würdigung. Darin heißt es unter anderem, dass die Gruppe dem Schongauer Land zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein verholfen habe. Ein ähnliches Selbstbewusstsein legt auch der Historische Verein an den Tag. Seit mittlerweile 18 Jahren gibt der Verein das Jahrbuch heraus, mit Unterstützung der Stadt Schongau, die diesmal durch den zweiten Bürgermeister vertreten war. Umgekehrt profitiert auch die Stadt vom Verein, denn er, erklärte Paul Huber, entlaste das Museum und bereichere die Stadt. Die vielen Vorträge, Veranstaltungen und Führungen, die der Verein organisiere, machten das Leben in Schongau lebenswert. Angesichts der Fülle an Informationen, so Huber, die der Verein aufarbeite und im „Welf“ archiviere, sei der Arbeitsaufwand enorm. Huber dankte dem Verein für das Schreiben der diesmal über 200 Seiten und wünschte viele Leser für das historische Jahrbuch. Bedenkt man die Fülle der fast zeitgleichen Veranstaltungen hatte der Verein ohnehin wieder viele Menschen ins Ballenhaus geholt zur Buchvorstellung. Dies vielleicht auch, weil mit dem Altenstadter Konrad Socher und dem „Vater der schwäbischen Landesgeschichte“, dem mittlerweile emeritierten Augsburger Professor Pankraz Fried, zwei Personen gewürdigt wurden, die sich sehr um die Geschichte der Region Schongau verdient gemacht hatten. Durch seine ehrenamtliche Arbeit sei Socher immer für das Gemeinwesen eingetreten, lobte der Altenstadter Bürgermeister Albert Hadersbeck in seiner Laudatio, die Roswitha Klöpfer vortrug. Er habe damit zum Wohlergehen der dörflichen Gemeinschaft von Altenstadt beigetragen – ob in der Feuerwehr oder dem Kindergarten, vor allem aber für die romanische Basilika der Gemeinde. Die kommt in der aktuellen Ausgabe zwar nicht vor, dafür aber andere, wieder sehr lesenswerte und interessante Beiträge. Den 11. Welf gibt es seit dem 22. November zu kaufen.

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