Eltern zum Naturschutz erzogen – Landkreis vergibt Umweltpreis

Landrat Dr. Friedrich Zeller überreichte den Hohenfurcher Schönachspatzen die Umweltpreis-Urkunde und bestätigte den Jugendlichen eine Vorreiterrolle: Denn sogar über die Landkreisgrenzen hinaus informieren sich mittlerweile Jugendgruppen über die Arbeit und die zahlreichen Aktivitäten der „Spatzen“. Foto: Gsöll

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KATHARINA GSÖLL; Hohenpeißenberg – Die Schönachspatzen gibt es bereits seit 2001. Neben dem zehnjährigen Jubiläum haben die „Spatzen“ seit vergangenem Freitag noch einen weiteren Grund zu feiern. Denn in der Kreistagssitzung wurde den jungen Naturschützern der Umweltpreis des Landkreises Weilheim-Schongau verliehen. Die Schönachspatzen gehören zum Hohenfurcher Obst- und Gartenbauverein. Manche von ihnen sind seit der Gründung vor zehn Jahren in der Jugendgruppe aktiv. Zu tun gibt es viel für die „Spatzen“: Ob Neophytenbekämpfung (indische Springkraut), Haldenrechen, Anlegen von Hügelbeeten, Pflanzen von (Streuobst-) Bäumen, Spielplatzerneuerung und die naturnahe Gestaltung des eigenen und des Schul-Gartens – im Gartenbau kann viel für die Gesunderhaltung der Natur getan werden. Außerdem betreuen sie auch die Kindergruppe des Gartenbauvereins, die „Wühlmäuse“ mit und bieten Bastelaktionen, etwa zum Muttertag, an. Zwischen zehn und fünfzehn Schülerinnen im Alter von zehn bis 18 Jahren sind es, die sich regelmäßig treffen um in ihrer Gemeinde zum Naturschutz beizutragen. Kreisfachberaterin Heike Grosser hatte die Gruppe als Preisträger vorgeschlagen. Aus ihrem Antrag zitierte Landrat Dr. Friedrich Zeller dann auch bei der Urkundenübergabe: „Die Kinder erziehen ihre Eltern.“ Denn die Aktivitäten der Jugendlichen wirken sich auch auf ihre Familien aus – ihnen wird naturnahes Gärtnern vermittelt. Die Schönachspatzen teilen sich den Umweltpreis, der mit 3 000 Euro dotiert ist, mit Eduard Herzner, dem langjährigen Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd.

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