"Euer Verdienst, Eure Noten"

Steingadener Mittelschule verabschiedet 49 Abschlussschüler

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Die Jahrgangsbesten der Mittelschule Steingaden durften sich über Auszeichnungen der Frank-Hirschvogel-Stiftung sowie Geldpreise freuen.

Steingaden – Vier Dutzend Mittelschüler haben in Steingaden ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Dafür haben sie lange hingearbeitet, so Schulleiter Jürgen Jahrsdörfer, der anerkennend meinte, dass diese Noten ganz allein das Verdienst der Schüler sei. Mit ein bisschen Unterstützung durch Eltern und Lehrer. Aber: „Die Noten darauf habt ihr, mit mehr oder weniger, Aufwand erarbeitet“.

Nun ist die stressige Zeit vorbei, für Lehrer wie Schüler und natürlich auch die Eltern. „Die Schule ist rum“, so Schulleiter Jürgen Jahrsdörfer. Nun sei Zeit zum Verschnaufen und Durchatmen für alle Beteiligen. Die einen, die Lehrer, hatten mit Geduld und Nerven im Unterricht wie bei den Prüfungen dafür gesorgt, dass die Jugendlichen das „Bildungsziel“ erreichen. Man habe versucht, Englisch zu machen, so Jahrsdörfer mit einem leichten Schmunzeln und in Mathe die Zahlen „häppchenweise präsentiert“, damit sie besser verdaut werden konnten. Die anderen mit dem nötigen Nachdruck zuhause, aber vor allem immer unterstützend, so Jahrsdörfer anerkennend. Wobei dem Lehrer auch klar war, dass man aus den Hausarbeiten nur dann etwas lernen kann, wenn man sie nicht mit Hilfe einer Smartphone-App macht. Und manches Prüfungsergebnis sei wohl weniger das Resultat des Gelernten und des Wissens als der zum jeweiligen Zeitpunkt vorherrschenden Stimmung unter den Jugendlichen.

Nun aber sitze der Nachwuchs hier und habe Grund zum Strahlen, mit einem kollektiven Seufzer aller Beteiligten waren auch alle Diskussionen und eventuelle Meinungsverschiedenheiten vergessen. Nun sei „Euer Tag gekommen“, so der Schulleiter. Und fuhr fort: „Habt Mut, Euch auf etwas Neues einzulassen“, forderte er die jungen Menschen auf, denn nicht nur die Zahlen auf den Zeugnissen seien wichtig, sondern auch die Kopfzeilen. Und da steht etwas von Vertrauen, Vertrautheit, die Sicherheit gebe, von Wurzeln, die helfen Halt zu finden, und Geborgenheit.

Auch Bürgermeister Xaver Wörle beglückwünschte die Absolventen. Wie Jahrsdörfer ging er auf den weiteren Weg der Schüle ein und meinte: „Mit Eifer, Fleiß und Mut sowie dem Willen, es zu tun, stehen euch alle Türen offen“. Das Berufsleben sei voller interessanter und schöner Momente. Allerdings hob er auch den Zeigefinger und meinte, man müsse die Regeln des menschlichen Zusammenlebens schon beherrschen. Wobei er, wie auch Jahrsdörfer, mahnte, dass sich die Jugendlichen nun in der Gesellschaft engagieren sollten, in den Vereinen, Gemeinden, politisch, und Verantwortung übernehmen müssten. „Werdet aktiv, bringt Euch ein“, so Jahrsdörfer. „Und werdet so zum Architekten eurer Zukunft. Und bleibt nicht Gefangener eurer Vergangenheit“.

Damit leitete der Rektor aber auch über zur Schulfamilie (neben den Schülern, Lehrern auch die Schulverwaltung und die Eltern). Und da sei er stolz, meinte Jahrsdörfer, dass in Steingaden Schulfamilie nicht nur ein Begriff sei, sondern gelebt werde und alle einander unterstützten. So gesehen sei das Zeugnis vielleicht doch nur ein Papier mit Zahlen darauf und nicht immer das Wichtigste. Dass Schule nicht immer nur lernen, jedenfalls nur Zahlen, Sprachen oder Schreiben und Lesen, bedeuten muss, zeigten die Schüler, die die Verabschiedung veranstalteten. Etwa die Gitarren-AG, deren Schüler erst heuer begonnen hatten, das Musikinstrument zu lernen und sich auf die Bühne trauten mit einigen Musikstücken. Und zwei derer, die nun die Schule verlassen, demonstrierten, dass man nicht immer nur eine große Klappe haben muss sondern auch mit leisen Tönen unterhalten kann.

Auch in Steingaden wurden die Schüler von der Frank-Hirschvogel-Stiftung ausgezeichnet. So hatten Antonia Bußjäger und Hans Fischer den Quali mit 1,9 und Julia Sprenzel mit 1,7 bestanden. Mit einem Notenschnitt von 1,33 waren Andreas Ott, Lucia Schwarz und Florian Wörle sowie Alida Echtler mit 1,11 die Besten ihres Jahrgangs. Sechs weitere Schüler aus den beiden zehnten Klassen erhielten von der Sparkasse bzw. der Raiffeisenbank einen Geldpreis für ihr Verhalten. 

gau

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