Immer was Floß

Schongauer Tourist Information zieht erfreuliches Fazit für Lechfloß-Saison

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Macht nix: Die Stämme des Lechfloßes hätten sowieso erneuert werden müssen. Dass das Wasserfahrzeug diesmal nicht ganz unbeschadet an Land kam, fällt daher nicht ins Gewicht, schildert Alois Sporrer, der künftig die Organisation rund um die Attraktion übernimmt.

Schongau – Erneut von einem Erfolg berichtet die Schongauer Tourist Info im Rückblick auf die dritte Saison des Lechfloßes. Wieder an Land wartet es nun darauf, fürs nächste Jahr ertüchtigt zu werden. Wann es dann zu Wasser gelassen werden soll, dazu hat sich der neue Verantwortliche bereits Gedanken gemacht.

An die Zahlen des letzten Jahres kommen jene aus 2019 auf den ersten Blick nicht ganz heran: Die Marke von 2.609 Gästen, die zuvor an Bord des Floßes gingen, wurde in der jüngsten Saison mit 1.932 verfehlt. Als Grund nennt die Tourist Info das Wetter. Legte man 2018 von Juli bis September 75 Mal am Lido ab, war dies 2019 nur 53 Mal möglich. In Sachen Auslastung bedeutet das allerdings einen Anstieg: 36,5 Mitfahrende waren es 2019 durchschnittlich; in der Vorsaison lag dieser Wert bei 34,8.

Davon, dass die Gäste eine richtig gute Zeit verbrachten, berichtet Alois Sporrer. Auch die ganz jungen Zuhörer seien begeistert, wenn beispielsweise er selbst über Huchen, Seeforellen und Barben aufklärt. Vom „ruhigen, angenehmen“ Konzept zeigt sich der Floßfahrer „absolut überzeugt“.

In diesem Fahrwasser will Sporrer das Schongauer Lechfloß auch künftig aufgehoben wissen. Weil Tourismusverein-Vorsitzender Hans Hartung etwas kürzer treten wolle, rückt Sporrer ins vorderste organisatorische Glied. „Das ist für mich selbstverständlich, ich bin mit Leib und Seele dabei“, schildert der Schwabniederhofener. Auf das Zutun Hartungs kann das Lechfloß aber auch weiterhin bauen – zum Beispiel auf der Suche nach dringend benötigten weiteren Floßführern.

Sein Wissen ist auch bei der Ertüchtigung des Wasserfahrzeugs für die nächste Saison gefragt. „In den nächsten drei Wochen wird es komplett auseinandergebaut, um die Stämme zu erneuern“, erklärt Hartung. Da macht es nichts, dass sich einzelne Stämme schon verabschiedeten, als das Floß jüngst aus dem Lech gezogen wurde. „Völlig egal, die waren eh zu ersetzen“, erklärt Sporrer. „Der Oberbau kann weiterverwendet werden“, so Hartung.

Dass die neue Saison etwas früher, im Juni, beginnen und später enden kann, beispielsweise mit dem Feiertag zur deutschen Einheit, hofft Sporrer. „Da wäre uns viel geholfen.“ Das Gästeinteresse gebe das her, erklärt er. Nachteile für die Natur sehe er keine. Ebenso wie der vernünftige Großteil der Stand Up Paddler sei das Lechfloß völlig leise. Von „Bum-bum-Fahrten“ mit Junggessellenabschieden an Bord, wie sie anderswo angeboten werden, distanziere man sich auch weiterhin klar. „Die finde ich zum Kotzen; sowas hat in einem Naturschutzgebiet natürlich nichts verloren.“

Darüber entscheiden, ob die Saison womöglich ausgedehnt werden kann, muss das Landratsamt. „Ich möchte darauf drängen, denn es gibt überhaupt keinen Grund, der dagegen spricht“, sagt Sporrer. Doch er weiß auch: Mit der deutschen Bürokratie brauche es manchmal Geduld. 

ras

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