Nach nur vier Monaten Bauzeit

Solarpark Sachsenried eingeweiht

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Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Florian Streibl (links) und Florian Bichler, Geschäftsführer „Energiebauern GmbH“ (rechts), drückten Martin Eberle, Martin Geisenberger sowie Matthias Endraß (2. bis 4. v. links) die Starttaste.

Sachsenried – Schon in den Achtzigerjahren hatte sich Landwirt Hans Geisenberger mit dem Thema Sonnenenergie befasst, sich in Marke Eigenbau eine Solaranlage aufs Dach gebaut. Von manchem Zeitgenossen sei er damals belächelt worden, erinnert er sich. Doch Geisenberger glaubte an die Sache – und an die Etablierung dieser natürlichen Energiegewinnung. Lange hat der Sachsenrieder Landwirt von einer großen Solaranlage geträumt, nun ist sie Wirklichkeit geworden: Mittlerweile ist der neue Solarpark Sachsenried unter großer Bürgerbeteiligung eingeweiht worden, Ende Juli fand ein Tag der offenen Tür statt.

Nicht nur für Geisenberger geht mit dem Solarpark Sachsenried ein lang gehegter Traum in Erfüllung, auch für die Gemeinde selbst konnte so etwas Nachhaltiges geschaffen werden. „Die Wertschöpfung bleibt im Dorf“, fasste Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann zusammen, der eines der zahlreichen Grußworte am Einweihungstag an die Anwesenden richtete.

Viermonatige Bauzeit

Nach nur vier Monaten Bauzeit konnte der Solarpark Sachsenried schließlich fertig gestellt werden. Als Bauherr zeichnet die „Energiebauern GmbH“ mit Sitz in Sielenberg verantwortlich, dazu drei Sachsenrieder Landwirte, neben Martin Eberle und Hans Endraß eben auch Hans Geisenberger. Alle drei stellten dafür Grundstücke zur Verfügung und gründeten außerdem eine ortsansässige GmbH & Co. KG. Die Gemeinde kann so nun ebenfalls vom Solarpark profitieren, über die Gewerbesteuer.

Rund 5,5 Millionen Euro wurden insgesamt in das etwa 17 Hektar große Projekt investiert; 20 Jahre lang kann nun mit einer Vergütung von 4,57 Cent pro Kilowattstunde gerechnet werden.

Gemeinderat überzeugt

Im Vorfeld überzeugt von der Sache habe sich auch der Gemeinderat gezeigt, bestätigt Hans Geisenberger. Alle Abstimmungen darüber seien einvernehmlich gewesen. Froh ist der Landwirt zudem darüber, dass kaum Fläche für das Vorhaben versiegelt werden musste. Lediglich die Trafostation hatte dies notwendig gemacht. Damit wurde der Artenvielfalt auf dem Projektgelände kein Lebensraum entzogen. Im Gegenteil, „es wurde neuer geschaffen!“, sagt er. Das ist Hans Geisenberger, der sich auch politisch im Kreistag engagiert (Unabhängige/ödp), besonders wichtig.

Selbst die Pflege des Grundstückes konnte ökologisch geklärt werden. „Eine Herde Coburger Fuchsschafe wird zwischen den Solarmodulen grasen“, bestätigt er. Diese vom Aussterben bedrohte Schafrasse könne sich dort entfalten, unter der Obhut eines Schäfers aus Asch.

Dass der Sachsenrieder Landwirt dort, in einem etwas abgelegenen Eck der Gemeinde Schwab­soien, seinen Traum verwirklichen konnte und mitbeteiligt ist am größten Solarpark des Landkreises Weilheim-Schongau, das macht ihn sehr froh, tatsächlich auch ein wenig stolz. Lange schon ist er mit Sepp Bichler, Gesellschafter und Geschäftsführer der Energiebauern GmbH, befreundet.

Beide kennen sich aus ihren Zeiten bei der Katholischen Landjugend Bayern, deren Landesvorsitz lange Zeit Hans Geisenberger innehatte. Beide zeigten immer wieder politisches Engagement, demonstrierten beispielsweise auch in Wackersdorf gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage.

Sonnenenergie anstelle von Strom aus Plutonium: Bichler habe ihm damals schon Impulse mit auf den Weg gegeben, etwas für die Zukunft zu tun, sagt Geisenberger. „Nicht nur reden, sondern auch tun!“ Mit dem Start des Solarparks Sachsenried finde dieser konsequente Weg nun seine Fortsetzung. Eine nachhaltige noch dazu, freut sich Geisenberger.

pae

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