Zu enge Zufahrten:

Zwei Behelfsbrücken – dasselbe Problem

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Derzeit wird am Schongauer Mühlkanal eine Plattform errichtet. Sie soll beim Zerschneiden und Abtransport der alten Brückenteile behilflich sein.

Schongau/Rottenbuch – Noch gute vier Wochen müssen sich die Autofahrer im Schongauer Raum gedulden, dann geht es endlich wieder zweispurig über die Mühlkanal-Brücke. Im zuständigen Staatlichen Bauamt hat man derweil aus den dortigen Pannen gelernt und auch seine Schlüsse für die Behelfskonstruktion der Echelsbacher Brücke gezogen. Auch hier wird der Verkehr voraussichtlich Ende Juni über die 266 Meter lange Ersatzbrücke geführt.

Am vergangenen Freitag haben sich Bauamt sowie die von der Baustelle am Mühlkanal stark betroffenen Gemeinden Schongau und Peiting im Schongauer Rathaus besprochen. Das Ergebnis: Von einer kurzzeitigen Öffnung für etwa eineinhalb Wochen haben die Beteiligten Abstand genommen. „Das hätte zu noch mehr Verwirrung geführt“, sagt Christoph Prause vom Bauamt. „Die bisherige Lösung hat sich mittlerweile gut eingespielt.“ Ab dem 4. Juni folgen noch weitere Asphaltierungsarbeiten auf dem bestehenden alten Brückenteil. Anschließend kann das Trafo-Häuschen, das derzeit noch die Zufahrt auf die Behelfsbrücke von Schongau Richtung Peiting verengt, rückgebaut werden. Ab da – anvisiert ist der 25. Juni – soll der Verkehr dann wieder zweispurig rollen.

Etwa zur gleichen Zeit ist auch die Freigabe der Behelfsbrücke über die Ammerschlucht bei Echelsbach geplant, kündigt Prause an. Aus den Erfahrungen mit der zu beengten Zufahrt auf die Behelfsbrücke in Schongau – hier blieb gleich einer der ersten Lkw stecken – hat das Staatliche Bauamt Konsequenzen gezogen. Am 4. Mai fanden demnach Probebefahrungen mit einem 15 Meter langen Bus statt. Und tatsächlich musste man feststellen, dass auch hier die Zufahrt vom Kreisverkehr auf die Behelfsbrücke für solche Fahrzeuge sehr eng ausfällt. In den vergangenen zwei Wochen hat man also die Zufahrt optimiert und für mehr Platz gesorgt.

Ein weiteres Problem bei der Echelsbacher Behelfsbrücke: Trotz sechs Metern Fahrbahnbreite wirkt sie optisch durch das seitliche Gerüst schmäler, was zu einer Art „Tunnel-Effekt“ führt. Dem will man, laut Christoph Prause, voraussichtlich mit einer Tempo-Beschränkung auf 30 Stundenkilometer sowie einer zusätzlichen Beschilderung Abhilfe schaffen. 

Astrid Neumann

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