Drei Monate dicht

Schongauer Lechberg wird nun doch komplett gesperrt

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Hier ist ab dem 4. Juni schweres Gerät im Einsatz; den Verkehr halbseitig weiter rollen zu lassen, ist zu gefährlich. Diese Erkenntnis teilte die Stadt am Freitag vergangener Woche mit.

Schongau – Nun doch: Anders als ursprünglich angekündigt, muss der Schongauer Lechberg ab dem 4. Juni über die ganze Bauzeit seiner dreimonatigen Sanierung für den Verkehr dicht gemacht werden. Das teilte die Stadt am Freitagvormittag mit. Bisher hatte die Hoffnung bestanden, dass die südöstliche Zufahrt zur Altstadt über den Großteil der Arbeiten hinweg halbseitig befahrbar bliebe und eine Komplettsperrung sich auf drei Wochen beschränken ließe.

Am Ende einer langen Diskussion wogen die Sicherheitsbedenken am schwersten. „Es wäre für die Verkehrsteilnehmer und Arbeiter zu gefährlich gewesen, den Lechberg während eines Teils der Arbeiten nur halbseitig zu sperren“, erklärt Meike Petro, Wirtschaftsförderin und Pressesprecherin der Stadt. Weil mit schwerem Gerät gearbeitet wird, schien das Risiko eines Unglücks zu groß – auch wenn man einiges versucht habe, um die ursprünglichen Planungen nicht verwerfen zu müssen.

Auf 38 Metern Länge sind im Böschungsbereich Bohrpfähle einzubringen, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Dabei sind die Nerven der Autofahrer in der Lechstadt ohnehin gerade strapaziert: Die Arbeiten an der Bahnhofstraße nähern sich der Zielgeraden, doch der Ärger um das Hin und Her an der Mühlkanalbrücke – beide Maßnahmen verantwortet aber das Staatliche Bauamt in Weilheim, nicht die Stadt – ist noch nicht verraucht. Allerdings: Am Lechberg wäre kein Aufschub mehr möglich gewesen. Die jüngste Überprüfung habe den kritischen Zustand der Straße verdeutlicht, erklärt Petro. „Die Entscheidung war: Jetzt mit der Sanierung beginnen oder die Straße sperren.“

Sie hofft darauf, dass die bis zum Baubeginn am Lechberg fertige Bahnhofstraße die Beeinträchtigungen lindert. „Durch die bedarfsgesteuerte Ampeltechnik ist in diesem Bereich eine höhere Leistungsfähigkeit bei der Zu- und Abfahrt zur Altstadt gegeben und schafft somit eine Kompensation.“ Weitere Maßnahmen würden geprüft.

ras

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