Holzpreise führen zu Unsicherheit

Entwurf für Erweiterung am Kindergarten Regenbogen steht

Kindergarten Regenbogen Schongau Entwurf Anbau
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Um den flachen Anbau soll der Kindergarten Regenbogen erweitert werden. Der Stadtrat hat die Planung nun einstimmig abgesegnet.
  • vonAstrid Neumann
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Schongau – Erst im Februar hatte der Stadtrat den Vorentwurf für die Erweiterung des Kindergartens Regenbogen abgesegnet. In seiner jüngsten Sitzung stand bereits die weitere Planung auf der Tagesordnung des Gremiums. Auch diese fand inklusive Kostenberechnung einstimmige Zustimmung.

Als Punktlandung bezeichnete der stellvertretende Stadtbaumeister Robert Thomas die nun vorliegende Kostenberechnung. Sie liegt bei 1,67 Millionen Euro, geschätzt und bereits abgesegnet wurden zuvor 1,65 Millionen Euro. Hinzu kommen noch zehn Prozent Risikobudget.

Auch an der Planung an sich hat sich nicht viel geändert. Die Lage des Anbaus bleibe so wie im Vorentwurf vorgesehen, so Sebastian Böse von Werkstift/Architekten. In Absprachen mit den Einrichtungsleiterinnen werden nun mehr Sichtbeziehungen vorgesehen. Das sei von der Kindergartenleitung so gewünscht und anschließend auch im Plan umgesetzt worden, so Böse.

Das Bodengutachten habe allerdings ergeben, dass der Boden bis zu einer Tiefe von 1,50 Metern ausgetauscht werden müsse, so der Architekt. Außerdem muss der Bestand unterfangen werden. Der Fassadenaufbau sowie das begrünte Flachdach bleiben aber vom Entwurf her unverändert. Insgesamt soll viel Holz zum Einsatz kommen.

Die Baukosten würden sich für das Projekt im Rahmen bewegen, so Böse weiter. Aufgrund der derzeit weiter nicht vorhersehbaren konjunkturellen Lage der Bau- und Handwerksunternehmen, sollte der Zuschlag für Unvorhergesehenes jedoch freigegeben werden, ergänzte Thomas.

Dazu wollte Gregor Schuppe (ALS) wissen, ob man bei der Kostensituation die derzeit explodierenden Holzpreise berücksichtigt habe. Außerdem fragte er, ob es möglich sei, eigenes Holz für den Anbau zu verwenden. Dass dies keinen Sinn mache, meinte dazu Stadtförster Klaus Thien. Zwar hätte man entsprechendes Holz und könnte dies auch schlagen, jedoch seien viele Teile davon nicht zu verwenden.

Man habe auch schon über die Zusammenarbeit mit regionalen Zimmerern nachgedacht, sagte dazu der stellvertretende Stadtbaumeister. Jedoch seien diese Teile nicht genormt. „Es sind nun mal immer Gewerke dabei, die nicht absehbar sind“, so Thomas. Erfahrungsgemäß gleichen das aber andere aus.

Kornelia Funke (CSU) interessierte sich in diesem Zusammenhang vor allem für den gesteckten Zeitrahmen. Schließlich steht eine Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten im Raum, wenn der Bau bis Juni 2022 abgeschlossen ist. „Wir wollen möglichst schnell Firmen beauftragen“, sagte Böse dazu.

Als „grundsätzlich gut“ bezeichnete Michael Eberle (CSU) die Planung. Er wollte wissen, ob denn auch an eine entsprechende Beschattung gedacht wurde. „Wir brauchen keine gegrillten Kindergärtnerinnen“, so Eberle. Es sei eine Pergola angedacht, ähnlich wie sie im Bestand bereits existiert, so Thomas. „Ab dem späten Vormittag kommen dann ohnehin die Bäume zum Tragen.“

Außerdem kam Eberle noch einmal auf den Weg zwischen dem Kindergarten und der Feuerwehr zu sprechen. Er plädierte erneut dafür, diesen dem Kindergarten als Freifläche zuzuschlagen. Durch den Anbau verkleinert sich die Außenfläche am Kindergarten um 340 Quadratmeter. Für jedes Kind seien zehn Quadratmeter Freifläche vorgegeben, rechnete Thomas vor. Mit 1.400 Quadratmetern habe man hier das Doppelte.

Auch Friedrich Zeller (SPD) warnte eindringlich davor, den Weg zu entfernen. Er verwies vor allem auf die Verkehrssituation im Umfeld. Der Weg bei der Feuerwehr sei für die „kurzen Beine“ einfach sicherer als der Bahnhofsweg.

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