Grüne Sonne auf dem Hohen Peißenberg

Highlight und Ausnahmezustand

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Rund 3 000 Gäste beim ausverkauften Festival sorgten für eine ausgelassen-friedvolle Kulisse auf dem Hohen Peißenberg.

Hohenpeißenberg – Zum vierten Mal in Folge hat das Festival „Grüne Sonne“ am vergangenen Samstag rund 3 000 tanz- und feierfreudige Gäste auf den Hohen Peißenberg gelockt. Nicht nur das große Interesse der teils weit gereisten Besucher und die friedlich-ausgelassen Stimmung lassen die umtriebigen Veranstalter ein positives Fazit ziehen. Auch die Akzeptanz im Ort ist spürbar.

Die Massen strömten nicht nur aus dem Landkreis, sondern auch aus München, Ulm, Regensburg und sogar, wie Michael Britzger, einer der Veranstalter, berichtet, aus Russland und Neuseeland auf den Hohen Peißenberg.

Ab 11.30 Uhr brachten die ersten Elektro-Beats den Berg zum Beben, ab dann wurde durchgefeiert bis 4 Uhr morgens. Unter den rund 3 000 Besuchern war auch Hohenpeißenbergs 1. Bürgermeister Thomas Dorsch. Ihm gefiel die gute Stimmung und dass die Grüne Sonne ein so friedliches Fest sei.

"Top Organisation"

Die Organisation, so Dorsch, sei „top“; die Auflagen, die jedes Jahr auf die Veranstalter Britzger und Philipp Sebastian zukommen, würden einwandfrei umgesetzt. Auch im Ort sei die Akzeptanz gut. Die Bürger zeigten größtenteils Verständnis dafür, dass einmal im Jahr der Ausnahmezustand auf „ihrem“ bayrischen Rigi herrsche und freuten sich über den Erfolg des Festivals.

Das spiegelt sich auch in den Gesprächen mit Carina, Regina, Johannes und Markus aus Hohenpeißenberg wieder. Sie alle sehen die grüne Sonne als lokalen „Pflichttermin“. Ihnen gefällt vor allem die Kombination aus atemberaubender Location, super Stimmung und den vielen verschiedenen Menschen, die friedlich zusammen feiern.

Sonne, Panorama, Party

Daniel Geissler vom Sanitätsdienst „D & G medical services“ zieht ebenfalls positive Bilanz. Es sei ein ruhiger Tag und Abend gewesen. Sein Unternehmen war 2017 das erste Mal an Bord. Der Rettungsassistent und seine Kollegen sahen sich überwiegend mit kleineren Verletzungen konfrontiert. Verletzte Sprunggelenke oder kleinere Wunden waren dabei.

Erstmals war auch ein Notarzt ständig anwesend. Geissler erklärt, dass damit vor allem die Rettungsdienste und umliegenden Krankenhäuser entlastet werden sollten, da der Großteil der Patienten direkt auf dem Festivalgelände versorgt werden konnte.

Bekannte Künstler

Die allermeisten Besucher dürften davon aber gar nichts mitbekommen haben. Das kunterbunte Festival lockte nicht nur mit in der Szene bekannten DJs – darunter Marcus Meinhardt, Ströme, Anette Party oder Klangkünstler – und Visuals, die auf einer LED-Wand gezeigt wurden. Sowohl die Outdoor Area, die mit einem reichen Angebot an Speisen aus Foodtrucks lockte, als auch der Innenbereich waren mit Bars und Ständen – die mit Angeboten von der Shisha über T-Shirts bis hin zu Schokofrüchten aufwarteten – bestückt. Neu war in diesem Zusammenhang auch das bargeldlose Bezahlsystem, das seine Feuertaufe definitiv bestanden hat.

Das ganze Gelände war aufwändig dekoriert. Es wurde getanzt oder das warme Wetter auf Decken, Sofas und Palettenmöbeln genossen. Dahinter steckt jede Menge Aufwand. Knappe zwei Wochen lang, so Britzger, sei das Team ununterbrochen gefordert; begonnen beim Auf- bis zum Abbau.

Positives Fazit, Manko Müll-Moral

Der Veranstalter zieht eine durchweg positive erste Bilanz, bis auf ein Manko: Die zahlreich vorhandenen Mülleimer und -tonnen wurden zu wenig genutzt, viel Unrat landete auf dem Boden. Ein Verhalten, das Britzger nicht verstehen kann und bei dem er sich mehr Mithilfe von den Gästen wünscht, damit die wunderschöne Kulisse weiter so bleibt und auch weiter genutzt werden darf.

Über kleinere Stolpersteine wie etwas verschobene Abfahrtszeiten der Shuttle-Busse darf angesichts der Gesamtleistung des „Grüne Sonne“-Teams wohl definitiv hinweggesehen werden. In Summe gesehen ist es kein Wunder, dass das Festival zum vierten Mal in Folge ausverkauft war – und es wohl auch bei der Auflage im nächsten Jahr wieder sein wird.

sl

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