Erlebniswanderweg eröffnet

Auf den Spuren der Römer und Welfen

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Links das Kreuz, rechts die Erlebnisstation auf dem Schloßberg. Vorne Pfarrer Norbert Marxer, dahinter Pfarrer Hartmuth Stamm.

Schongau/Peiting – Der knapp 14 Kilometer lange Wanderweg mit je drei Erlebnisstationen auf Schongauer und Peitinger Flur ist am Tag der Deutschen Einheit offiziell vorgestellt worden. Dabei ging es aus lokaler Sicht auch um die Einheit, um das Verbindende zwischen der Lechstadt und der Marktgemeinde. Und um Politik.

Bürgermeister Michael Asam gab den politisch Verantwortlichen aus Schongau eines mit auf den (Wander-)Weg: Sie sollen sich dafür einsetzen, dass auf dem UPM-Gelände der Weg zum Schloßberg offen bleibt. Für den knapp 14 Kilometer langen Rundweg „Römer und Welfen am Lech“, der als mittelschwere Runde eingestuft wird, benötigt man ungefähr vier Stunden. Der Höhenunterschied beträgt 360 Meter. 

Das Auf und Ab haben viele Gäste in ihren eigenen Beinen verspürt, die vom Schloßberg zum Kalvarienberg weiter zur Erlebnisstation mit Panoramablick zu den Alpen und schließlich hinunter zur Villa Rustica nahe der Umgehungsstraße unterwegs waren. Von da führt die Route weiter über die Lechtalbrücke in den Schongauer Stadtwald, an den Schongauer Lechsee und über den Staudamm durch den Kannenwald wieder hinauf zum Schloßberg. 

Dort segneten Pfarrer Norbert Marxer von der katholischen Pfarreiengemeinschaft und Pfarrer Hartmuth Stamm von der evangelischen Gemeinde das Kreuz, das mehrere freiwillige Helfer aus dem Schongauer Raum letztes Jahr am Gipfel des Schloßbergs in 820 Meter Höhe aufgestellt haben. 

Es sei das Zeichen des Glaubens, solle beim Wanderer an diesem Aussichtspunkt „tiefe existenzielle Gedanken“ hervorrufen, bekundete Pfarrer Marxer. Und es sei dort, wo Schongauer und Peitinger Flur zusammentreffen, zugleich ein Symbol dafür, dass es im Leben oft gemeinsamer Anstrengungen bedürfe, um etwas zu schaffen. Zur Segnungsfeier waren auch Pfarrer Hans Speckbacher (Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg) und Dirk Wollenweber (evangelische Gemeinde Peiting) auf den Schloßberg gekommen.

 Im Landkreis sind es 16 Themenwege Andreas Schmid vom Tourismusverband Pfaffenwinkel schilderte, dass der Wanderweg „Römer und Welfen am Lech“ einer von 16 Themenwegen zwischen Auerberg und Starnberger See sei, die seit 2010 entwickelt und seit 2013 im Landkreis Weilheim-Schongau umgesetzt worden seien. Dafür seien insgesamt 583 000 Euro investiert worden, wofür es 259 000 Euro an Zuschüssen gegeben habe. 

Schmid wies darauf hin, dass die Karte zum Wandern im Pfaffenwinkel mit 90 Routen druckfrisch aufliege und ab sofort für einen Euro bei den Tourismusbüros erhältlich sei. Die Einbindung in das Programm „Leader plus“ mit europäischen Fördermitteln und mit Unterstützung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten habe die Realisierung des Wanderweges „Römer und Welfen am Lech“ erst möglich gemacht, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman bei der Feier, die von Werner und Brigitte Schmitt mit Drehleier und Flöte gestaltet wurde. 

Der Rathauschef hob hervor, dass viele Mitwirkende dazu beigetragen hätten, mit der Route sowohl Einheimischen als auch Urlaubern „Kulturgenuss“ in freier Natur zu bieten. Besonders hob er Ursula Diesch und Andrea Deibler von den Tourist-Infos in Schongau und Peiting hervor. Peitings Bürgermeister Asam ergänzte, dass der Rundweg viel mehr als nur Wandern bedeute. Er sei erfreut, dass auch die Villa Rustica zur Geltung komme – das Schutzhaus mit den freigelegten Resten des römischen Badegebäudes im Schutzhaus ist die dritte von sechs Stationen. Dort ließen die Gäste die Feier und die Wanderung bei einem Imbiss ausklingen.

Johannes Jais

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