Erst Corona-Zwangspause, dann Vollsperrung:

Rottenbucher Wirt sauer aufs Staatliche Bauamt

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Wer zum Urlaub in den Süden fährt, der sieht Rottenbuch in den kommenden Wochen nur aus der Ferne oder auf der Karte. Den Wirt der Rottenbucher Stub‘n ärgert das, er sieht seine Hauptsaison beschädigt.

Rottenbuch – Die Vollsperrung der Ortsumgehung Hohenpeißenberg dauert länger (mehr dazu auf unserer Titelseite), nun stehen auch Maßnahmen an der B 23 und der St 2058 unmittelbar bevor (wir berichteten). Über den Zeitpunkt der letzteren beiden Baustellen erzürnt ist Mario Mayershofer, Wirt der Rottenbucher Stub‘n.

„Mir stinkt‘s unbanding“, poltert Mayershofer. „So kann man mit uns nicht umgehen.“ Denn Rottenbuch ist in den kommenden Wochen zweifach von Baustellen betroffen: Wegen Fahrbahnerneuerungen ist sowohl auf der B 23 südlich von Peiting (ab Montag, 10. August) als auch auf der Staatsstraße 2058 (ab kommendem Montag, 27. Juli) Vollsperrung angesagt. Die Arbeiten an der B23 sollen bis zum 25. August dauern; die an der St 2058 bis zum 24. August. Der Verkehr samt Urlaubern macht somit einen großen Bogen um Rottenbuch.

Die Corona-Pause habe man gerade erst hinter sich gelassen, ärgert sich der Wirt der Rottenbucher Stub‘n. „Und jetzt schneidet man uns in der Hauptsaison das Geschäft ab.“ Nach einiger Suche sei es zum 15. Juni gelungen, zwei neue Kräfte einzustellen – nun sieht er einen wichtigen Teil seiner Einnahmen wegbrechen.

Was Mayershofer ebenfalls aufstößt: Bis Dienstag – an diesem Tag ging auch der Presse eine Mitteilung zu – sei er über die anstehende Maßnahme überhaupt nicht unterrichtet worden.

Rottenbuch ist in den kommenden Wochen zweifach von Baustellen betroffen: Sowohl an der B 23 als auch der St 2058 stehen Fahrbahnerneuerungen an.

Mit den „Hauptbetroffenen“ stehe man schon länger in Kontakt, erklärt Andreas Lang vom zuständigen Staatlichen Bauamt in Weilheim. Die Schnaidbergstuben, die direkt an der B 23 liegen, seien beispielsweise früher informiert worden. Dort bestätigt man das, am 10. Juli ging hier die entsprechende Info zu. Die Vertreter der Gemeinden wurden ebenso einbezogen, schildert Lang. Ob und wie diese die Infos weitertragen, das sei ihnen überlassen. „Vom Bürgermeister haben wir nix gehört“, schimpft Mayershofer weiter.

Wieso die Wahl zum Maßnahmenstart ausgerechnet auf die Ferienzeit fiel, in der die Echelsbacher Brücke eine wichtige Station in Nord-Süd-Richtung ist, erklärt Lang so: Das überwiegende Argument sei der Schulbusverkehr, der nun eben nicht durch weiträumige Umleitungen betroffen sei. Dadurch, dass B 17 und B 23 recht parallel verlaufen, sollte der Verkehrsfluss gut aufrecht erhalten bleiben.

Mayershofer besänftigt das nicht: „Wie ich das Staatliche Bauamt kenne, dauert es eh wieder ein, zwei Wochen länger – da muss man ja bloß auf die Schongauer Mühlkanalbrücke schauen.“

ras

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