Gesundheit geht vor

Erste Hilfe und Wasserfitness beim Gesundheitstag in Peiting

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Auch über das Thema geriatrische Reha konnten sich die Besucher beim Peitinger Gesundheitstag informieren.

Peiting – Im August musste der jährliche Gesundheitstag im Wellenbad Peiting wegen des schlechten Wetters abgesagt werden. Doch beim Ersatztermin am vergangenen Mittwoch war der Wettergott gnädig und hat den Besuchern der Veranstaltung reichlich Sonne beschert. So konnten sich die Gäste im Wellenbad nicht nur bei angenehmen Temperaturen auf der Liegewiese entspannen, sondern gleichzeitig noch allerlei nützliche Tipps für ihre Gesundheit aufschnappen.

Genug trinken ist da A und O. Vor allem an warmen Tagen. Deshalb erstmal einen Becher ‚Infused Water‘ – Leitungswasser mit Früchten oder auch Gemüse versetzt. Schmeckt erfrischend und ist „viel besser als abgefülltes Mineralwasser“, wie man an dem Stand erfährt. Denn: Wegen der Trinkwasserverordnung gelten für das kühle Nass aus der Leitung höhere Standards und es wird strenger kontrolliert.

Weiter geht es zum Stand des Gesundheitsamtes. Hier erfuhr man unter dem Motto „Sonne(n) mit Verstand“ alles über den richtigen Schutz vor Hautkrebs. Der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Stefan Günther informierte zum Beispiel über die unterschiedlichen Hauttypen. „Es gibt welche, die können gerade mal sieben Minuten ohne Schutz in der Sonne bleiben.“ Allerdings sollte man beim eincremen auch wirklich alle Körperpartien berücksichtigen. „Die Ohren oder den Nacken vergisst man gerne mal und bekommt dann schnell einen Sonnenbrand.“

Damit neben der Aufklärung auch der Spaß nicht zu kurz kommt, eine Runde Glücksrad drehen. Sonnencremes, Lipsticks für den Schutz der Lippen oder auch ein Rezeptbuch für alkoholfreie Cocktails sind genau die richtigen Preise für sonnige Tage.

Weiter geht‘s zum Stand des Bereitschaftsdienstes Peiting des Bayerischen Roten Kreuzes. Hier drehte sich alles um Erste Hilfe.Die meisten Menschen machen nur einmal in ihrem Leben einen Erste Hilfe Kurs. Nämlich, wenn sie den Führerschein machen. „Viele wissen gar nicht, was sie tun sollen, wenn zum Beispiel zu Hause etwas passiert“, erzählte der Leiter des Bereitschaftsdienstes Thomas Zimmerer. Deshalb komme es auch oft vor, dass der Rettungsdienst wegen Kleinigkeiten, wie etwa mindere Schnittverletzungen gerufen wird. Oder auch beim Nasenbluten seien sie schon ausgerückt.

Gleichzeitig käme es aber auch vor, dass viele Menschen Situationen unterschätzen. Thema Schlaganfall. Hier zähle jede Minute, doch es komme vor, dass der Notarzt erst einen Tag nach den ersten Symptomen gerufen werde. Deshalb sei es ihm auch so wichtig, die Menschen am Gesundheitstag über Erste Hilfe aufzuklären – ob bei Miniverletzungen oder schwerwiegenden Erkrankungen.

Und weil das Thema so wichtig ist, freute es Zimmerer, dass es nun auch eine Jugendrotkreuzgruppe in Peiting gibt. Vor zwei Jahren haben man die Gruppe gegründet und auf dem damaligen Gesundheitstag Werbung dafür gemacht. „Wir sind fast überrannt worden. Innerhalb von nur einem Tag hatten wir zwanzig Anmeldungen.“ Deshalb war die Jugendgruppe heuer auch vertreten. Von Betreuerin Heidi Torounidis bekam der Nachwuchs coole Glitzertattoos verpasst. Außerdem berichtete sie über das, was die Kinder im Jugendrotkreuz so alles unternehmen: spielerische Heranführung an die Erste Hilfe, Besichtigung eines Rettungshubschraubers und vieles mehr.

Auch ansonsten hatte man sich für die Kinder einiges einfallen lassen. Neben dem obligatorischen Kinderschminken konnten sich die jungen Besucher bei einer „Flachwitz-Challenge“ messen. Dabei sitzen sich zwei Kontrahenten gegenüber, beide haben ihren Mund voll mit Wasser. Dann werden mehrere Flachwitze von den Betreuern erzählt. Wer als Erster lachen muss, hat verloren – und der Gewinner bekommt jede Menge Wasser ab. Für die Generation Youtube ein riesen Spaß.

Wer allerdings lieber auf andere Weise im Wasser badet, der konnte sich beim Wasserfitness abkühlen. Poppige Musik und ein gut gelaunter Trainer lockten sogar einige junge Menschen ins Wasser.

Genauso wie die Schwimm-­Challenge. Hier traten drei Teams gegeneinander an: Pflegeschüler, Ärzte und die Geschäftsführung der Krankenhaus GmbH. Es galt, eine Badeente ans andere Ende des Beckens zu transportieren, ohne diese dabei zu berühren. Anschließend ging es rauf auf die Rutsche und wieder zurück ins Becken. Hier mussten die Teams dann nochmals ihre Schwimmfähigkeiten unter Beweis stellen, bevor die Ente wieder zurück transportiert wurde.

Am Ende konnten sich die Ärzte gegen die beiden anderen Teams durchsetzen. Die Pflegeschüler mussten sich mit dem letzten Platz geschlagen geben.

Wer im Anschluss an den Wettkampf noch eine Stärkung suchte, wurde beim Popcorn-Stand fündig. Würde man auf einem Gesundheitstag nicht unbedingt erwarten. Aber mit so ein bisschen Süßkram hin und wieder tut man eben auch der Seele etwas Gutes.

Stephanie Novy

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