Erster Abschnitt des Radwegs beleuchtet

Es werde Licht zwischen Schongau und Peiting

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Bürgermeister Falk Sluyterman (Mitte), Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus (re.) und LEW Verteilnetz-Mitarbeiter Werner Lutzenberger vor einem der neuen Laternenmasten.

Schongau – Wer bislang mit dem Fahrrad von Schongau nach Peiting fuhr, musste sich in der Dunkelheit auf die Beleuchtung seines Drahtesel verlassen. Lampen, die den Rad- und Fußweg beleuchten, gab es nicht. Bis jetzt. Seit kurzem sorgen zwölf LED-Leuchten für Licht – allerdings nur im Bereich zwischen der Kanalbrücke und der Dießener Straße. Erst im kommenden Jahr soll die restliche Strecke folgen.

Den Wunsch nach einer Beleuchtung für den Radweg zwischen Schongau und Peiting gebe es schon lange, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman am Montag, als er gemeinsam mit Vertretern der Lechwerke und des Stadtbauamts die neuen Lampen persönlich vor Ort in Augenschein nahm.

Tatsächlich hatte die ALS eine Verbesserung schon 2008 angemahnt, weil die rege genutzte Verbindung gerade in der Dunkelheit eine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger darstelle. Doch erst heuer wurde das Vorhaben konkret, auch, weil die Marktgemeinde Peiting zwischenzeitlich zugesagt hatte, ihren Teil der Strecke ebenfalls beleuchten zu wollen.

Die Planungen erwiesen sich dabei allerdings als einigermaßen kompliziert. Da der Boden entlang des Weges von der Dießener Straße bis zur Parkbucht stark abfällt und Abwasserdruck- sowie Telekommunikationsleitungen verlegt sind, verzichtete man aus Kostengründen darauf, die Leitung zur Stromversorgung der Lampen in diesem Bereich unterirdisch zu verlegen, sondern zog eine Freileitung vor.

Dafür mussten jedoch erst die Bäume zurück geschnitten werden, was laut Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus allerdings aus Vogelschutzgründen erst im Oktober möglich war. Anschließend stellte die LEW Verteilnetz GmbH die insgesamt zwölf Metallmasten im Abstand von 40 Metern auf. Jeder ist sechs Meter hoch und mit einer 17-Watt-LED-Leuchte versehen, die warmweißes Licht spendet. Die Kosten für die neue Beleuchtung bezifferte Blockhaus auf 45000 Euro.

Um den Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung in dem kleinen Wäldchen so gering wie möglich zu halten, hat sich die Stadt für eine fünfstufige Dimmung entschieden. So arbeiten die neuen Leuchten nur vom Einschalten bis 22 Uhr und von 6 Uhr bis zum Ausschalten mit voller Kraft. Zwischen 22 Uhr und Mitternacht sowie zwischen 5 und 6 Uhr sind die Leuchten auf 70 Prozent ihrer Leistung gedimmt. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens leuchten sie mit 50 Prozent ihrer Leistung.

Die ersten Rückmeldungen seien positiv, erklärte Blockhaus. „Viele sagen, es ist eine deutliche Aufwertung. Man wird nicht mehr so geblendet von den vorbeifahrenden Autos wie vorher.“

Im kommenden Jahr plant die Stadt, auch den zweiten Abschnitt von der Dießener Straße bis zur Gemarkungsgrenze zu Peiting mit Straßenleuchten auszustatten. Dann will die benachbarte Marktgemeinde ebenfalls ihr Versprechen einlösen und das restliche Teilstück auf ihrer Flur beleuchten. Für Sluyterman ist diese Zusammenarbeit auch der Beweis, „dass wir es ernst meinen mit der interkommunalen Zusammenarbeit“.

chpe

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