Finanzplan verabschiedet

Etat 2017: So haushaltet Peiting

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Die Steuerkraft je Einwohner erreicht 2017 in Peiting einen neuen Rekordwert.

Peiting – Ein Volumen von 27 Millionen Euro (genauso hoch wie im Vorjahr), der Verzicht auf eine Kreditaufnahme, die niedrige Pro-Kopf-Verschuldung von 170 Euro, die Umlage an den Landkreis mit 5,8 Millionen Euro und die Aufwendungen fürs Personal mit 5,9 Millionen Euro als große Ausgaben, die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 5,7 Millionen Euro und die Gewerbesteuer mit 3,8 Millionen Euro als große Einnahmen: Das sind wesentliche Kenndaten aus dem Etat der Marktgemeinde Peiting für 2017. Das Finanzpaket wurde von den Räten einstimmig verabschiedet. Verbunden damit ist auch die Finanzplanung bis 2020.

Wie Peiting haushaltet, das zeigte Marktkämmerer Christian Hollrieder bei der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag noch einmal in gestraffter Form auf, nachdem er zuvor mit den vier Fraktionen (SPD, CSU, Bürgervereinigung, Die Grünen) den Etat schon einzeln durchgegangen war. Das Volumen ist mit 2016 vergleichbar. Eine Verschiebung ergibt sich insofern, als im Verwaltungshaushalt (damit ist der laufende Betrieb gemeint) 22 Millionen Euro und damit eine Million Euro mehr als letztes Jahr eingestellt sind.

Andererseits schließt der Vermögenshaushalt, wo die Investitionen aufgelistet sind, in den Einnahmen und Ausgaben mit fünf Millionen Euro. Letztes Jahr waren es sechs Millionen Euro. Der Peitinger Haushalt ist ein Spiegelbild der guten Konjunktur, die für Bund, Länder und Gemeinden ein Plus bei den Steuern zur Folge hat.

Hollrieder ging auch darauf ein, wie es um die Steuerkraft der Marktgemeinde bestellt ist. „Das ist die wichtigste Zahl“, kommentierte Gerhard Heiß (CSU). Unter den 34 Städten und Gemeinden des Landkreises steht Peiting auf Platz 21, also im hinteren Mittelfeld. Pro Kopf beträgt die Steuerkraft 742 Euro. Dieser Wert ist bislang noch nie erreicht worden. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem letzten Jahr, aber deutlich höher als 2015, als es 100 Euro weniger pro Einwohner waren.

Bei der Gewerbesteuer, die Betriebe abführen müssen, plant der Chef der Finanzverwaltung heuer 3,8 Millionen Euro ein. Da wurde der Hebesatz vor zwei Jahren deutlich erhöht – und zwar auf 380 Punkte. Eine Folge davon ist, dass für 2016 bei der Gewerbesteuer in Peiting tatsächlich wohl fünf Millionen Euro eingenommen werden. Und dennoch: Im Vergleich zu ähnlich großen Kommunen sei Peiting bei der Gewerbesteuer der Betriebe „immer no Kloahäusler“, kommentierte Hollrieder. Er verwies darauf, dass in Schongau das Gewerbesteuer-Resultat doppelt so hoch sei.

Rechtfertigung für hohe Kreisumlage

„Ich bin voll und ganz für die Höhe der Kreisumlage“, sagte Bürgermeister Michael Asam (SPD). Er ist Kreisrat und rechtfertigte die Ausgaben des Landkreises insbesondere im Bereich der Schulen. Auch gelinge es mit dem Peitinger Haushalt, die Zuschüsse an Vereine und Verbände zu halten. Das sei ein wichtiges Element, um Menschen am Ort zu halten.

„Am Haushalt sieht man, dass in Peiting vernünftige Arbeit gemacht worden ist“, lobte CSU-Fraktionssprecher Peter Ostenrieder. Es sei „vieles in der Pipeline“, um die Gemeinde weiter voranzubringen. In Peiting habe man über Jahre hinweg gelernt, „aus wenig viel zu machen“.

Johannes Jais

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