Baum auf dem Rückzug

Eschen verschwinden weiter aus Schongau

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Wo kranke Eschen stehen, sieht sich die Stadt aufgrund der Verkehrssicherungspflicht zum Handeln gezwungen. So auch am Lechberg, wo sie diese Woche 15 Bäume fällte.

Schongau – Dass es um die Eschen in und um Schongau schlecht steht, bekräftigte Stadtförster Klaus Thien bei der Stadtratssitzung im November. Die Art verschwinde, Hauptschuld trage das Eschentriebsterben. Seine Mitarbeiter mussten diese Woche 15 weitere der Bäume am Lechberg fällen.

„Die Eschen brechen wie Glas“, hatte Thien im November die Auswirkung der Krankheit geschildert. Dass das am Lechberg und am Volksfestplatz, wo Veranstaltungen stattfinden, Fahrzeuge parken und Fußgänger, auch Schulkinder, unterwegs sind, für Gefahr sorgt, ist klar. Die Stadt steht in der Verkehrssicherungspflicht, die Bäume mussten weg.

So erklärte es Stadtbaumeister Sebastian Dietrich dem Bauausschuss bei dessen Sitzung am Dienstag. Zu rütteln sahen die Gremiumsmitgliedern daran nichts. Auch nicht Umweltreferentin Bettina Buresch (ALS/Grüne), die in einem anderen Fall aber durchaus Vorwürfe erhebt. Denn vor Weihnachten hatte der dortige Grundstücksbesitzer am Norma in der Altenstadter Straße zwei große Buchen fällen lassen.

Diese waren, als der ehemalige Gnettner-Privatgarten überbaut wurde, als erhaltenswert bewertet worden. Zum Missfallen des Bauherren, so Buresch, der gegen ihren Protest und den der Stadtgärtner „so viel an den Buchen herumgesägt“ habe, bis die Stämme Schaden genommen haben. So sei die Verkehrssicherung eine nicht unwillkommene Begründung zum Fällen gewesen. „Zum Ausgleich muss der Verursacher nun zwei kleine Bäumchen nachpflanzen – so läuft das“, ärgert sich Buresch, die erneut eine Baumschutzverordnung fordert.

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ras

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