Punktgenaue Landung gefragt

400 Fallschirmzielspringer beim Weltcup in Herzogsägmühle

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Ein punktgenaues Landen war gefordert. 

Peiting – Windrichtung, Thermik, Fallgeschwindigkeit: Ei- ne Wissenschaft für sich ist das Fallschirmzielspringen. Wie es die Besten der Welt schaffen, nach einem Absprung aus mehreren hundert Metern auf den Zen- timeter genau im Zielfeld zu landen, wurde beim Weltcup in Herzogsägmühle gezeigt.

Rund 400 Starter purzelten aus dem Hubschrauber, der von Felix Baumgartner, Weltall-Fallschirmspringer, gesteuert wurde, um danach möglichst eine Punktlandung hinzulegen. Das klappte nicht immer. „A geh hearst“, entfuhr es einem Österreicher, der die Zielplatte deutlich verfehlte. 

Fallschirm-Weltcup in Herzogsägmühle

Bei den Könnern ertönte immer wieder ein Hupsignal, das einen „Nuller“, die optimale Landung auf der Mitte der Platte, dokumentierte. An drei Wettkampftagen hatten die Teilnehmer, die bis aus Großbritannien, den Niederlanden, aus Belgien, Dänemark, Spanien, Finnland und Kroatien kamen, unterschiedliche Bedingungen zu bewältigen. Wind und Thermik wechselten, Regen gab es kurz am Sonntag. „Man braucht ein bisschen, um sich an die Örtlichkeit zu gewöhnen“, räumte ein Springer ein. 

Bei acht Wertungssprüngen, einzeln und in der Mannschaft zu absolvieren, bot sich dazu Gelegenheit. Im Teambewerb starteten je fünf Fallschirmspringer, die in wenigen Sekunden Abstand aus dem Hubschrauber sprangen und landeten: Ein Blick auf die elektronische Anzeige, die den Abstand vom Mittelpunkt anzeigte, den Fallschirm packen, die Landezone verlassen und Platz schaffen für den Nächsten. Besondere Konzentration galt den letzten Metern vor der Landung: Die Windfahnen mussten genau beobachtet werden, um eventuell noch korrigieren zu können. Die polnischen Starter stellten mit Rafal Zgierski den Besten unter 132 Herren. 

Fünf Nuller und sechs Zentimeter Abweichung reichten zum ersten Platz vor dem Italiener Fabrizio Mangia, der einen Zentimeter zurücklag. Acht Zentimeter hatte Stefan Wiesners Konto. Der Soldat der Sportfördergruppe war bester Deutscher. Auch bei den 35 Damen siegte mit Monika Sadowy eine Polin. Den Mannschaftsbewerb gewann Frankreich vor Italien 1 und Italien 2. Die erste Mannschaft der Sportfördergruppe der Bundeswehr landete unter 34 Teams auf Platz sechs.


Von Roland Halmel

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