Nach fast einem Vierteljahrhundert

Pfarrer Schnitzer verlässt Bernbeuren

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Viele der 65 Ministranten überreichten unter anderem einen Ordner voller gemeinsamer Erinnerungen an Pfarrer Joachim Schnitzer.

Bernbeuren – Es war ein Festwochenende, wie es sich der scheidende Pfarrer Joachim Schnitzer für seinen Abschied aus Bernbeuren gewünscht hatte: ein feierlicher Gottesdienst sowie viel Musik und Gesang mit den vier Pfarreien, Gemeindevertretern, Vereinen, Verwandten und Freunden im Festzelt an der Auerberghalle.

1994 war der Seelsorger nach Stationen in Kötzing und Tegernbach nach Bernbeuren gekommen, nicht weit entfernt von Marktoberdorf gelegen, wo er aufgewachsen ist. 2006 kamen zur Pfarrei St. Nikolaus noch Burggen, Ingenried und Tannenberg als Pfarreiengemeinschaft hinzu.

Vollbesetzte Pfarrkirche

Beim Abschiedsgottesdienst hatten sich 23 Fahnenabordnungen im Altarraum aufgereiht und die Pfarrkirche war vollbesetzt. Feierlich umrahmte ein gemeinsamer Kirchenchor der Pfarreiengemeinschaft die Messe, bevor es dann mit einem großen Festzug und den Musikkapellen aus Ingenried und Burggen zum weltlichen Teil weiterging.

Zahlreiche Gruppen hatten sich bei den Moderatoren Tanja Straub und Sepp Wohlfahrt angemeldet, weil sie sich bei dem beliebten Seelsorger für seine langjährige Tätigkeit mit einer Einlage oder einer Aufmerksamkeit bedanken wollten. Die Trachtenjugend trat auf und alle Ministranten übergaben einen gemeinsamen Ordner mit zahlreichen persönlichen Erinnerungen. Schnitzer wurde als Präses der Mesner im Dekanat geehrt, Frauenbund und die Finkmanns hatten gedichtet, während die Kirchenchöre, der Schuster Zwoagsang und die Familienmusik Götsch aus Ingenried Lieder zum Besten gaben. Auch die Besetzung vom Volksliedersingen hatte mit Zenta Kraut, Sissi Kauer und Alois Zillenbiehler einen Auftritt und hierbei griff der musikbegeisterte Pfarrer kräftig selbst in die Saiten seiner Gitarre. Dazu spielte die Musikkapelle Burggen und Ansprachen gab es auch.

Denn Pastoralrat, Bürgermeister Martin Hinterbrandner oder Pfarrer Gerhard Schmid aus Peißenberg, der viele Jahre als Aushilfspfarrer in den Pfarreien Messen gehalten hatte, waren nicht mit leeren Händen gekommen. Pastoralratsvorsitzender Hans Baumer würdigte den 67-Jährigen als Seelsorger mit stets offenem Ohr, der sich immer bemühte, alle Wünsche zu erfüllen. Margret Natzeder und Irmgard Kögel hielten die Laudatio der Pfarreiengemeinschaft.

Voller Dankbarkeit beendete Pfarrer Schnitzer den offiziellen Teil des Abends und betonte wiederum, dass Gott für den Priestersendungsauftrag gedankt werden müsse. Abschließend bat er für seinen Nachfolger Pfarrer Thaddäus Biernacki um eine ebenso herzliche Aufnahme in die Pfarreiengemeischaft.

Am Sonntag verlieh die Gemeinde dem Geistlichen dann die Ehrenbürgerwürde von Bernbeuren, während die Musikkapelle Bernbeuren für den musikalischen Rahmen sorgte.

zil

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