Feierlicher Appell - Einsatzmedaille Gefecht als besondere Ehrung für drei Fallschirmjäger

Abschreiten der Front durch v.li.: Schulkommandeur Oberst Ferdinand Baur, stellvertretender Kommandeur Oberst Herbert Klocke, MdL Renate Dodell, Generalmajor Volker Halbauer (Chef des Stabes). Foto: Herold

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HANS-HELMUT HEROLD Altenstadt – Ein feierlicher Appell im Innenhof der Franz-Josef-Strauß Kaserne war für die Soldaten der Luftlande- und Lufttransportschule (LL/LTS) Altenstadt und deren Gäste der beeindruckende Höhepunkt des einmal im Jahr stattfindenden „Tag der Fallschirmjäger“. Am Tag des Schutzpatrons der Fallschirmjäger, dem Heiligen Michael, bekamen drei Soldaten die „Einsatzmedaille Gefecht“ für ihren Gefechtseinsatz verliehen. Ein besonderer Willkommensgruß ging an einen Soldaten der ersten Stunde in Altenstadt. Der 89-jährige Hauptmann a.D. Josef Kachelmeier, der die Springerscheinnummer 13 besitzt, war extra zu dem Appell angereist. (Heutiger Stand Nr. 135.708). In seiner Rede betonte Oberst Baur, dass die LL/LTS heute bereits zukunftsorientiert aufgestellt ist. Trotzdem können keine Aussagen über die Zukunft gemacht werden, auf die Standortentscheidungen des Ministers muss bis Ende Oktober gewartet werden. Bezogen auf die Motivation der Soldaten betonte Oberst Baur, dass diese am Wert der Freiheit für unser Vaterland und am Extrem des Berufsbildes ausgerichtet ist: „Ein Risiko für Leib und Leben gehen wir für die Solidargemeinschaft unseres Landes gerne ein. Jedoch bedarf der Einsatz einer hohen, von der Solidarität des Volkes getragenen Motivation.“ Und weiter: „Das Volk sind wir, ist jeder Einzelne von uns. Deshalb geht die Bundeswehr auch jeden in unserem Land etwas an. Jeden, der unter dem Schutz unseres Landes steht.“ In Bezug auf die Ausbildung an der Schule wies Kommandeur Baur auf die Möglichkeiten hin, Schwerlasten aus der Luft mit Fallschirmen sowohl für die Streitkräfte als auch für die zivile Wiederaufbauhelfer abzuwerfen. Landtagsabgeordnete Renate Dodell stellte vor allem drei Aussagen in den Vordergrund: Die Größe und Bedeutung der LL/LTS innerhalb der Bundeswehr, den hohen Ausbildungsstand und die hohe Motivation ihrer Soldaten sowie die enge Verwurzelung mit unserer Heimat und den Bürgern. Nach ihrer Überzeugung sprechen diese Aussagen bei den anstehenden Strukturreformen für den Standort Altenstadt. Und nochmal deutlich: „Altenstadt und Bundeswehr – das passt und gehört zusammen!“ Zwei Soldaten der LL/LTS wurden für ihren vorbildlichen Einsatz in Afghanistan mit der „Einsatzmedalle Gefecht“ geehrt. Es sind die beiden Hauptfeldwebel Florian Schlagmann und Thomas Engleder. Verliehen wurde die Auszeichnung, weil die Soldaten einer hohen persönlichen Gefährdung durch terroristische und militärische Gewalt bei Anschlägen durch Sprengfallen und Minen ausgesetzt waren. Auch wurde ein Hinterhalt gegen einen Fallschirmjägerzug erfolgreich abgewehrt. Eingebunden in den Schulappell waren die Kranzniederlegung am Ehrenmal der Fallschirmjäger und Transportflieger durch General Volker Halbauer und Oberst Ferdinand Baur sowie Oberst a.D. Manfred Reinig für den Bund deutscher Fallschirmjäger. Das Gebirgsmusikkorps intonierte dazu das „Bayerische Militärgebet“ und „Das Lied vom guten Kameraden“. Das Gebet sprach Militärpfarrer Martin Roth. Mit der Nationalhymne wurde der Schulappell beendet.

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