Film ab im Sommer 2012?

Am Rande des ehemaligen Pfleiderer-Geländes plant ein Investor den Bau eines großen Kinos. Foto: Jungwirth

Noch ist es nicht in trockenen Tüchern, ob die Marktgemeinde ein Kino bekommen wird. Aber wie ein Kino, das auf einem Teil des ehemaligen Pfleiderergeländes an der August-Moralt-Straße errichtet werden soll, aussehen könnte, präsentierte Bauamtsleiter Jochen Rohrmoser den versammelten Räten in der letzten Gemeinderatssitzung. Die Planung fand Gefallen, doch einige Gemeinderäte äußerten sich auch kritisch.

„Es gibt noch keine konkrete Planung. Heute soll nur die Kubatur vorgestellt und die grundsätzliche Stimmung des Gemeinderats eingeholt werden“, leitete Bürgermeister Michael Asam (SPD) den Sitzungspunkt ein. Näheres hierzu wusste Marktbaumeister Jochen Rohrmoser: „Es sollen drei Gebäude errichtet werden. Das Kino, ein Gastro-Bereich und eine Lagerhalle“, klärte er auf. Mit einem Außenmaß von 51 mal 31 Metern soll das Kino nach bisheriger Planung zwei kleinere (mit je 109 Sitzplätzen) und zwei große Kinosäle fassen (mit je 154 Sitzplätzen), so dass insgesamt maximal 526 Besucher Platz finden werden. Der Gastro-Bereich wird Außenmaße von 24 mal 13 Metern und die Halle eine Länge von 23 und eine Breite von 15 Metern aufweisen. Alle Gebäude werden relativ niedrig, also lediglich einstöckig sein. „Wichtig ist, dass sich das Gebäude gut eingliedert. Und das ist meines Erachtens der Fall“, urteilte Bürgermeister Michael Asam. Die Gebäude, so die jetzige Planung, sollen große Fensterfronten und eine Holzfassade bekommen. „Ich finde die Planung gut, hoffe aber, dass sich das Vorhaben auch tatsächlich in die Praxis umsetzen lässt“, sagte CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Ostenrieder. Herbert Salzmann (SPD) wollte wissen, welcher Zeitplan für die Projektumsetzung bestehe. „Nach wiederholter Rücksprache mit dem Investor hat sich herausgestellt, dass im Frühjahr nächsten Jahres der Baubeginn sein soll. Somit könnte im Sommer die Einweihung stattfinden und in einem Jahr wir alle schon im Kino sitzen“, antwortete Asam. Die geplante Halle soll indes nicht als Eventhalle, sondern lediglich als Lagerhalle genutzt werden, wie Asam weiter berichtete. Zudem, so sicherte der Bürgermeister zu, werde das Projekt auch behindertengerecht gebaut werden. Kritische Anmerkungen hatte Gemeinderat Andreas Barnsteiner: „Bei 500 Besuchern muss man aufpassen, dass die nicht überall ihren Müll hinwerfen. Ich finde immer wieder McDonald´s-Müll, den die jungen Leute achtlos aus dem Auto geworfen haben.“ Doch auch hier gab Bürgermeister Michael Asam Entwarnung: „Es wird dort kein Fastfood geben“. Sorgen hatte auch CSU-Gemeinderat Gerhard Heiß, der auf die unübersichtliche Einmündung der August-Moralt-Straße in die B 23 verwies. Monika Ludwig (SPD) indes freute sich über das geplante Kino: „Bevor uns das ein anderer Ort vor der Nase wegschnappt und unsere Jugend-lichen weit fahren müssen, sollten wir das machen."

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