Immer konkreter

Finale Beratungen zum neuen Kinderhaus am Schächen

Kinderhaus am Schächen
+
Der finalen Planung des neuen Kinderhauses am Schächen widmete sich der Hohenpeißenberger Gemeinderat. Mitte 2022 muss der Bezug erfolgen, um entsprechende Förderungen einstreichen zu können.

Hohenpeißenberg – Das neue Kinderhaus am Schächen nimmt Gestalt an. In der April-Gemeinderatssitzung ging es um die finale Planung. Das Architekturbüro Hörner aus Schongau betreut das Projekt.

Nötig für die endgültige Nutzung als Kindertageseinrichtung werden der Umbau und die Erweiterung des Bestandsgebäudes. Das Kinderhaus befindet sich im ehemaligen Sparkassengebäude gegenüber dem Schächen-Komplex.

Der Eingang wird über einen neuen Anbau am nördlichen Teil des Gebäudes erfolgen, der sich über Unter- und Erdgeschoss sowie ersten Stock erstreckt. Der Anbau soll in buntem Glas erstrahlen. In seinem Inneren wird eine Rutsche entstehen, über die die Kinder von einem Stockwerk ins andere gelangen. Auf der Südseite des Gebäudes sollen Balkone und eine Nische, die als Terrasse genutzt werden kann, entstehen.

Der ehemalige Tresor wird erhalten und umfunktioniert, da er nicht entfernt werden kann; hier entstehen eine Garderobe und ein Mehrzweckraum. Das ehemalige Heizöllager wird zum Technikraum. Auch von außen wird sich das Gebäude verändern: Das Giebeldach wird abgerissen und durch ein Pultdach ersetzt, das Obergeschoss erhält eine Holzummantelung. Beheizt wird das Kinderhaus mit Pellets.

Innerhalb des Gemeinderates hat sich ein fraktionsübergreifendes Bauteam herauskristallisiert, bestehend aus Baufachleuten; es beschäftigt sich mit den kritischen Fragestellungen, die mit dem Umbau einhergehen. So wurden zum Beispiel die Fragen, ob das Dach und die Dachform erhalten werden können oder wie mit dem Tresorraum verfahren wird, kon­trovers diskutiert.

Wichtig war es auch, sich ausgiebig mit dem Raumprogramm und -konzept auseinanderzusetzen. Bei der Planung einer Kindertageseinrichtung gibt es genaue Vorgaben für die Raumgrößen von Gruppenräumen, Bewegungsraum und Personalraum. Daher wird die Erweiterung des Gebäudes nötig. Einen herzlichen Dank richtete Bürgermeister Thomas Dorsch an die Vorstandsmitglieder der Sparkasse, die bei der Vertragsfindung zum Ankauf des Gebäudes „sehr flexibel und nachsichtig“ waren.

Da das Bauprojekt bis Mitte 2022 bezugsfertig sein muss, um durch das Bundesprogramm für neue Kindergartenplätze gefördert zu werden (wir berichteten), ist eine vorübergehende Auslagerung der Gruppen notwendig. Hier einigte sich die Gemeinde mit der Kirchenverwaltung der Pfarrgemeinde „Auferstehung des Herrn“: Die Kindergartenkinder ziehen vorübergehend in den Pfarrsaal und in den Kindergarten St. Anna. Auch hier bedankte sich Dorsch bei den beiden Kindergartenträgern Caritas und Kinderhilfe Oberland sowie bei der Kirchenverwaltung, dass über Trägerschaften hinweg kooperiert wird.

Die Förderung über das Bundesprogramm für neue Kindergartenplätze ist essentiell für die Gemeinde, wie Bürgermeister Dorsch eindrucksvoll vorrechnete: Ohne Förderung muss in die Schaffung einer neuen Kindergartengruppe ein Betrag von etwa einer Million Euro investiert werden. In Hohenpeißenberg entstehen nun sogar drei neue Gruppen, zu einem Preis von insgesamt 1,8 Millionen, wovon nach Abzug des Zuschusses aus dem Förderprogramm 400.000 Euro bei der Gemeinde verbleiben.

Einige Detailfragen – zum Beispiel zur Heizung oder dazu, ob auf dem Dach evtl. eine Photovoltaik- oder Solaranlage errichtet wird –, werden vom Gemeinderat-Bauteam noch final beraten.

Susanne Löw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst
Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst
Schongauer Lido gilt als Badestelle
Schongauer Lido gilt als Badestelle

Kommentare