Unterstützung für den Sport

Stadt greift dem TSV finanziell unter die Arme

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Ziemlich marode kommt das Gebäude des TSV Schongau am Fußballplatz an der Marktoberdorfer Straße daher. Eine Heizung soll nun Verbesserung bringen. Auch der Zaun oberhalb des Spielfeldes wird erneuert.

Schongau – Gleich mit drei Punkten, die den TSV Schongau betreffen, musste sich der Stadtrat am Dienstag auseinandersetzen. Zum einen ging es dabei um den Ausgleich des Betriebskostendefizits des Eisstadions, zum anderen um den Sportplatz an der Marktoberdorfer Straße. Hier soll eine Heizung in die Umkleiden eingebaut und der Zaun erneuert werden. Das sorgte für gemischte Gefühle im Gremium.

Dass die Stadt das Defizit bei den Betriebskosten der Eislaufabteilung ausgleicht, stand für die Stadträte außer Frage. Mit 24.877 Euro ist es allerdings höher als das erwartete Defizit von 22.500 Euro, die so im Haushalt 2018 bereits bereitstehen. Jetzt aber wegen 2.000 Euro zu diskutieren, bezeichnete Gregor Schuppe als „Witz“. Offenbar waren auch die übrigen Stadträte dieser Ansicht, denn sie stimmten alle dafür, das Defizit in voller Höhe auszugleichen.

Neben der Eislauf- beantragte auch die Fußballabteilung des TSV finanzielle Unterstützung. Zum einen geht es dabei um den Einbau einer Heizung im Umkleidegebäude des Fußballplatzes an der Marktoberdorfer Straße, konkret um eine Gaszentralheizung mit Heizkörpern. Die Kosten dafür dürften bei rund 18.000 Euro liegen. Außerdem gibt es noch Überlegungen zum Einbau einer Wohnraumlüftungsanlage, da man in dem Gebäude immer mit Feuchtigkeit zu kämpfen habe, so die TSV-Verantwortlichen. Kosten hierfür: etwa 5.000 Euro. Insgesamt beantragte der TSV eine finanzielle Unterstützung der Stadt von 20 Prozent der Kosten.

„Uns muss klar sein, dass das bloß wieder ein Provisorium ist“, argumentierte Armin Schleich (SPD). Die Umkleiden seien marode, der Platz teilweise nicht bespielbar. Zweiter Bürgermeister Tobias Kalbitzer verwies Schleich darauf, dass die Stadt nicht Eigentümer des Platzes sei. „Das wäre die Frage nach dem ganz großen Wurf“, so der Vize. Auch Gregor Schuppe (ALS) war davon überzeugt: „Der Platz wird keine langfristige Zukunft haben.“ Anders sah das Friedrich Zeller (SPD), der einen Fußballplatz am Rand der Stadt nicht befürwortete. Die verkehrliche Situation am Rößlekellerberg werde nun ohnehin verbessert. Am Ende stimmten alle Stadträte zu, den TSV mit 20 Prozent der tatsächlichen Kosten für die Heizung zu unterstützen.

Der Zaun am Gehweg entlang des Waldfriedhofes müsse ebenfalls erneuert werden. Jedes Jahr fallen hier rund 1.000 Euro wegen Vandalismus an, erläuterte Hauptamtsleiterin Bettina Schade. Offenbar klettern hier viele über den Zaun, um zum Mini-Soccer-Feld zu gelangen. Dieses werde aber nur von der Öffentlichkeit genutzt und nicht vom Verein. Der TSV übernimmt trotzdem Reinigung und Unterhalt. Die Kosten für einen neuen Stabgitterzaun würden bei etwa 7.000 Euro liegen, der TSV bittet um eine Unterstützung der Stadt von 90 Prozent.

Einige Stadträte stellten daraufhin die Frage, ob der Zaun überhaupt nötig sei. Nina Konstantin (ALS) wollte wissen, wer denn ohne Zaun haftbar wäre. Helmut Hunger (CSU) schlug vor, einmal zu prüfen, ob auch ein Geländer reichen würde. „Worüber reden wir hier überhaupt?“, meinte Siegfried Müller (ALS). Es handele sich um Vandalismus und das sei nun einmal Sache der Stadt, ein Zuschuss damit selbstverständlich. Dem stimmte das Gremium zu. In Fragen der Gestaltung soll aber der Bauausschuss ran. „Vielleicht findet sich eine schönere Lösung“, so Kalbitzer. 

Astrid Neumann

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