Projekte im Diakoniedorf

Förderzentrum in Herzogsägmühle wird fertig

Förderzentrum Herzogsägmühle Baustelle
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Bald bezugsfertig: das Förderzentrum in Herzogsägmühle für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen.
  • VonJohannes Jais
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Herzogsägmühle – Nahezu fertiggestellt ist das Förderzentrum in Herzogsägmühle, wo nach dem Einzug 24 schwerst- und mehrfach behinderte Menschen wohnen und betreut werden. Im Mai soll das Gebäude die kirchliche Weihe erhalten. Der Neubau steht an der Oblandstraße nahe der Gärtnerei. Die bisherigen Räume sollen von der Kinder- und Jungendpsychiatrie genutzt werden. Das erwähnten die Geschäftsführer Wilfried Knorr und Johann Rock neulich auf dem Jahrespressegespräch im Café Herzog, wo Knorr auch bekanntgab, dass er zum Jahresende als Direktor aufhört (der Kreisbote hat bereits berichtet).

Schon im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde der Bereich für die Suchtkrankenhilfe. Heuer soll der Erweiterungsbau für die Alfons-Brandl-Schule mitsamt der kleinen Turnhalle bezogen werden. Dies geschieht zum neuen Unterrichtsjahr, das im September beginnt.

Zum neuen Pflegeheim gab Geschäftsführer Knorr den Ausblick, dass 2025 die Genehmigung für den Betrieb im bisherigen Schöneckerhaus ausläuft. Man müsse nächstes Jahr mit dem Bau beginnen. Zurzeit laufe der Architektenwettbewerb für das Bauprojekt, das auf 18 Millionen Euro veranschlagt ist.

Das neue Pflegeheim ist auf 80 Plätze ausgelegt. Dazu gehören Räume für acht Pflegebedürftige in einer besonderen Wohnform. Die Geronto­psychiatrie kann laut Knorr im alten Schöneckerhaus bleiben. Dieses Gebäude soll künftig Wohnmöglichkeiten für Mitarbeiter bieten.

Ein Ende finden die Arbeiten an der Licht- und Wachsmanufaktur. Das Gebäude war bei einem Brand 2019 stark beschädigt worden. Das Gebäude wurde auch energetisch saniert. Die Kosten betragen 1,7 Millionen Euro. Die Verhandlungen mit der Versicherung haben sich in die Länge gezogen, hieß es beim Jahrespressegespräch.

Drastischer Rückgang

Wie Geschäftsführer Johann Rock zurückblickte, kam es aufgrund von Corona und der Kurzarbeit in mehreren Betrieben der Region zu einem Einbruch bei den Produktionserlösen der Herzogsägmühler Werkstätten mit den 470 Beschäftigten. Wurden im Jahr 2019 noch Umsätze von 1,2 Millionen Euro generiert, so musste 2020 ein drastischer Rückgang um 900.000 Euro hingenommen werden.

Zum Stichwort Energieversorgung erwähnte Rock, dass die zwei bestehenden Blockheizkraftwerke mit Gas betrieben werden. Die Lieferverträge seien langfristig. Dennoch mache der finanzielle Aufwand für Strom und Gas jetzt schon 1,3 Millionen Euro aus.

Es gibt laut Rock die Überlegung, auf Hackschnitzel umzusteigen. Dafür benötige man einen großen Bunker. Zu klären sei, wer die Hackschnitzelheizung betreibe. Rock bringt die Idee einer regionalen Genossenschaft ins Spiel. Die Investitionen für eine Umstellung bezifferte er grob auf zwei Millionen Euro.

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