Comeback am 11. November

Neustart als "Sounds in the City"

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Volle Hütte im Ballenhaus: Beim Schongauer Nightgroove heizten in der Vergangenheit Bands wie Danny and the Wonderbras kräftig ein.

Schongau – Jahrelang war der Schongauer Nightgroove ein fester Termin im Veranstaltungskalender. Über 2 000 Partygänger lockte das Musik-Event regelmäßig in die Lokale und Kneipen der Altstadt, wo regionale und überregionale Bands kräftig einheizten. Im vergangenen Jahr allerdings sagte der externe Veranstalter den Nightgroove kurzfristig ab, die Zukunft der Veranstaltung blieb ungewiss. Bis jetzt.

In zwei Wochen wird sich manch Schongauer Partygänger wieder auf den Weg machen nach Peiting. In der Nachbargemeinde lockt die siebte Musiknacht. Es könnte durchaus sein, dass sich dann auch Herrmann Gleich und Franz Köpf unter das von Kneipe zu Kneipe ziehende Volk mischen. Weniger um zu feiern, als sich noch die ein oder andere Anregung für ihr eigenes Vorhaben zu holen.

Denn Gleich und Köpf haben sich zum Ziel gesetzt, dem Schongauer Nightgroove neues Leben einzuhauchen. „Es wäre schade, wenn so eine gute Veranstaltung wegen des Geldes einfach aufgegeben würde“, sagt Gleich. Der externe Veranstalter der Reihe hatte die überraschende Absage 2016 mit dem Absprung des Hauptsponsors begründet. Als Ersatz wollte er heuer die Werbegemeinschaft Altstadt gewinnen. Die jedoch lehnte ab. „Das hätte für uns keinen Sinn gemacht, da haben ja alle Geschäfte zu“, sagt deren Vorsitzender Franz Köpf. Ganz abgesehen davon, dass die vierstellige Summe ohnehin zu viel gewesen wäre. Als Gleich davon hörte, ging er auf Köpf zu, mit dem Vorschlag, das Event selbst in die Hand zu nehmen. „Wir wollen ja alle, dass hier was los ist. Und der Nightgroove ist immer gut angenommen worden.“

Bei der Organisation des Musik-Events dürfte Gleich seine Erfahrung zugute kommen. Seit Jahren kümmert er sich erfolgreich um die Durchführung des traditionellen Weihnachtsmarkts im Herzen der Schongauer Altstadt. Hilfreich bei der Sponsorensuche dürfte zudem sein, dass sowohl Gleich als auch Köpf bestens vernetzt sind in der Schongauer Geschäftswelt. Während bei Ersterem alle organisatorischen Fäden zusammenlaufen sollen, wird Letzterer vornehmlich für das Musikprogramm Sorge tragen. „Es wird eine bunte Mischung geben“, verspricht Köpf, der selbst in einer Band gespielt hat und über viele Kontakte in der Musikszene verfügt.

Ebenso wichtig wie der Sound ist ein passender Termin. Ursprünglich sollte der nächste Nightgroove am 21. Oktober stattfinden. Weil jedoch am Tag darauf der Herbstmarkt in der Altstadt ansteht, für den Parkplätze benötigt werden, habe man sich entschieden, drei Wochen später, am 11. November, zu feiern, erklärt Gleich.

Neuen Namen gesucht

Bleibt noch der Name. Weil die bisherige Bezeichnung geschützt sei, habe man sich eine Alternative überlegen müssen, sagt Köpf. Aus Schongauer Nightgroove werde deshalb „Sounds in the City“, verrät er den neuen Titel.

Jetzt gilt es für die Organisatoren, die Schongauer Gastronomen ins Boot zu holen. Die ersten Gespräche hat Gleich bereits geführt. Die Rückmeldungen sind positiv. „Alle sind begeistert, dass es weitergeht.“ Zehn Zusagen hat er bereits gesammelt, zwei bis drei weitere Lokale sollen noch hinzukommen. Am grundlegenden Konzept, das einen Eintrittspreis für alle Locations vorsieht, wird sich nichts ändern. „Es wird nicht teurer, aber auch nicht günstiger“, verspricht Gleich.

Sollte die Veranstaltung gut angenommen werden, wovon die Organisatoren ausgehen, könne man sich vorstellen, das Musikevent in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Ideen gebe es schon genug, verraten die beiden. „Aber das sind noch ungelegte Eier.“ 

chpe

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