Digitaler Bürgerdialog Folge 2 und 3:

Fragen der Bürgerinitiative Schongau West im Fokus

Schaukel Spielplatz Symbolbild
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Symbolbild

Schongau – Da die geplante Bürgerversammlung im Herbst wegen Corona nicht stattfinden konnte, beantwortet Bürgermeister Falk Sluyterman die Fragen der Schongauer derzeit in einem digitalen Bürgerdialog (wir berichteten). In der zweiten und dritten Folge des Formats ging das Stadtoberhaupt auf Fragen der Bürgerinitiative Schongau West ein.

Mit einem Video, welches auch auf der Homepage der Bürgerinitiative zu finden ist, richtet diese zahlreiche Fragen an Bürgermeister Falk Sluyterman. Die Initiative befürchtet eine mögliche Erhöhung der Trinkwassergebühren aufgrund des Baus der neuen Leitung im Denklinger Forst. Dies sei ein wichtiges Projekt der Stadtwerke, das bereits seit mehreren Jahren läuft, so Sluyterman dazu. Eine knapp neun Kilometer lange Leitung transportiert dann das Wasser vom Heilig-Geist-Brunnen in die Lechstadt. Eine Fertigstellung des Projektes sei vermutlich Ende 2021 zu erwarten, erklärte der Rathauschef. Die Befürchtung der Bürgerinitiative, der Preis könne sich dadurch auf 1,34 Euro pro Kubikmeter erhöhen, sei jedoch für ihn schlichtweg nicht nachvollziehbar, so Sluyterman. „Die Gebührenkalkulation geht von anderen Ansätzen aus“, verdeutlichte er und lud die Initiative ein, das in einem bilateralen Gespräch mit ihm zu klären.

Auch Müll und Schmierereien in der Lechstadt werden in dem Video kritisiert. Der Bereich, in dem die Glascontainer der EVA aufgestellt sind, sei öfter mal vermüllt, so der Bürgermeister. Doch die EVA oder der Bauhof entsorgen das regelmäßig. „Oft sehe ich mit Unmut, wie die Leute Dinge einfach wegschmeißen“, so Sluyterman. Ein Kollege im Bauhof sei nur damit beschäftigt, in der Altstadt aufzuräumen. Er richtete daher einen Appell an alle Schongauer: „Nehmen Sie Ihren Müll entweder mit oder entsorgen ihn in den dafür vorgesehenen Müllbehältern!“

Bezüglich der angemahnten Graffitis in der Stadt antwortete Sluyterman: „Sobald wir etwas feststellen, reagieren wir mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und zeitnaher Beseitigung“. Als Beispiel nannte er die vor etwa zwei Jahren zahlreichen beschmierten Bushäuschen. Die Graffitis seien dort innerhalb einer Woche beseitigt worden.

Die Spielplätze in Schongau West seien in relativ schlechtem Zustand und zu wenige, so ein weiterer Punkt in dem Video. Mit 13 öffentlichen Spielplätzen gebe es in Sluytermans Augen jedoch ein relativ dichtes Netz. Viele davon seien auch während seiner Amtszeit attraktiviert worden, hebt der Bürgermeister hervor. „Wen vertritt die Bürgerinitiative da?“, wollte er wissen. Er habe weder von Eltern noch von Anwohnern diesbezüglich Klagen erhalten.

Die Informationspolitik der Stadt sei unzureichend, heißt es ebenfalls in dem Video. Auch dem widersprach das Stadt­oberhaupt und nannte verschiedene Kanäle wie die Anschlagstafeln, die moderne städtische Homepage sowie tagesaktuelle Informationen auf Facebook. Jeder könne zudem selbst an öffentlichen Stadtratssitzungen teilnehmen, auch während Corona ist dies möglich. Nicht zuletzt nannte er noch das Ideen- und Beschwerdemanagement sowie die örtlichen Medien wie die Tageszeitung und den Kreisboten.

Astrid Neumann

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