"Hohenpeißenberg wird beneidet"

Freie Wähler stellen ihre Kandidaten vor

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Ehrengast Susann Enders sprach bei den Freien Wählern in Hohenpeißenberg.

Hohenpeißenberg – Die Freien Wähler Hohenpeißenberg trafen sich im Schützenstüberl des „Haus der Vereine“. Trotz Schneesturm, der an diesem Abend durch den Ort fegte, war das Stüberl gut gefüllt.

Eine besondere Freude war es für Andreas Ranft, der seit zwei Jahren Vorsitzender der Freien Wähler Hohenpeißenberg ist, einige Ehrengäste begrüßen zu können. Dies waren Susann Enders, MdL, Michael Marksteiner, Landratskandidat der Freien Wähler, Bürgermeister Thomas Dorsch sowie Gemeinderatskandidaten der CSU und SPD Ortsverbände. Zunächst gab Ranft einen kurzen Überblick über einige der Aktivitäten, die die Freien Wähler in der jüngeren Vergangenheit durchgeführt haben, zum Beispiel wurden Sitzbänke für den Badeweiher gespendet.

Ranft übergab das Wort dann an Susann Enders, die über ihre Arbeit als Generalsekretärin der Freien Wähler und „rechte Hand von Hubert Aiwanger“ berichtete. Die Politik der Freien Wähler beschreibt Enders so: Erkennen wo (vor Ort) das Problem ist und dann nach einer Lösung suchen.

Enders lobte das äußerst positive Zusammenarbeiten der Fraktionen im Gemeinderat von Hohenpeißenberg, – darum würden die Hohenpeißenberger im ganzen Landkreis beneidet. Die Umsetzung der Gesetze an der Basis, durch Mitglieder aus bürgerlichen Berufen, sei das, wofür die Freien Wähler stehen.

Im Anschluss an diese Rede stellte Robert Goldbrunner, Gemeinde- und Kreisratsmitglied, das Wahlprogramm der Freien Wähler Hohenpeißenberg vor. Es umspannt die Hauptpunkte Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Soziales und Umwelt. Im Detail wollen die Freien Wähler sich einsetzen für sparsame und zielorientierte Verwendung der öffentlichen Mittel, Förderung der regionalen, mittelständischen Unternehmen und der Vermarktung von regionalen und fairen Produkten; ferner für Erhalt und Pflege der Rad- und Wanderwege, Ausbau des ÖPNV und Ausbau von E-Bike-­Ladestationen; die Errichtung einer barrierefreien öffentlichen Toilette am Bahnhof, erweiterte Öffnungszeiten und bessere Auslastung des Pumpenhaisl, Erhalt und Pflege von Brauchtum und Kultur; insektenfreundliche Gestaltung und Erhalt von gemeindlichen Grünflächen.

Im Anschluss stellten sich alle Kandidaten der Freien Wähler einzeln vor. Die Liste – mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren, darunter fünf Kandidaten unter 30 Jahre – ist vermutlich die jüngste in Hohenpeißenberg. Erklärtes Ziel der Freien Wähler Hohenpeißenberg ist es, bei der bevorstehenden Kommunalwahl einen vierten Sitz im Gemeinderat zu erringen.

Trotz allem ist aber die vielfach gelobte positive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg etwas, das auch die Freien Wähler Hohenpeißenberg als elementar ansehen. Robert Goldbrunner dazu: „Jede Fraktion muss wissen: Man macht das alles nicht für sich selbst, sondern für den Ort – und das macht Hohenpeißenberg besonders“.

Nach einem kurzen Grußwort von Landratskandidat Michael Marksteiner erläuterte Robert Goldbrunner noch das Wahlsystem der Kommunalwahl. Aus seiner langjährigen Zeit als Wahlhelfer weiß er, dass viele Stimmzettel verworfen werden müssen, da sie ungültig sind. Somit verfallen – für alle Parteien – wichtige Stimmen.

Die wichtigsten Punkte sind dabei, dass ein Listenkreuz den Verlust von Stimmen verhindert, dass nicht mehr Kreuze gesetzt werden dürfen als Stimmen zu vergeben sind, und dass keine Ergänzungen, Kritzeleien oder ähnliches auf dem Stimmzettel zugefügt werden dürfen. Bei der Kommunalwahl ist es möglich zu kumulieren, das heißt, dass ein Kandidat bis zu drei Stimmen erhalten kann, und zu panaschieren, also über Listengrenzen hinweg können Einzelpersonen gewählt werden.

sl

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