Umfangreiche Maßnahmen geplant

Mehr Komfort für Plantsch-Besucher

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Schongau – Es gibt immer was zu tun: Den Werbeslogan einer Baumarktkette könnte Andreas Kosian getrost unterschreiben. Nach der Sauna-Erweiterung im vergangenen Jahr geht dem Chef des Schongauer Freizeitbads auch heuer die Arbeit nicht aus. Gleich drei wichtige Projekte sollen angegangen werden.

Sobald die Witterung es zulässt, werden vor dem Plantsch wieder die Bagger rollen. Die Hol- und Bringzone, die der Stadtrat im vergangenen Juni beschlossen hatte, soll dann endlich umgesetzt werden. Ursprünglich hätte die Neugestaltung der Zufahrt noch im letzten Jahr über die Bühne gehen sollen, doch nötige Änderungen in der Planung verzögerten das Projekt. Wie Stadtbauamtsmitarbeiter Sebastian Dietrich in der jüngsten Stadtratssitzung erläuterte, habe man den vorgesehenen Wendekreis an der Lechuferstraße vergrößern müssen. Außerdem sei nachträglich entschieden worden, den in dem Bereich geplanten Fußweg mit hohen Bordsteinen von der Straße abzugrenzen, um zu verhindern, dass Autofahrer diesen als Parkplatz missbrauchten. Weniger schön: Durch die Änderungen verteuert sich die Baumaßnahme um 20 000 auf 55 000 Euro.

Blockhaussauna wird saniert

Kein schöner Anblick mehr: Die Blockhaussauna im Plantsch hat ihre besten Zeiten hinter sich. Ab April soll sie deshalb saniert werden.

Fast genau so viel Geld, nämlich rund 50 000 Euro, kostet das zweite Projekt, welches laut Kosian ab April angegangen wird. Die Blockhaussauna im Außenbereich hat ihre besten Zeiten hinter sich und muss saniert werden. Weil zudem die Elektroheizung schon seit längerem nicht mehr richtig funktioniert, soll diese gleichzeitig durch einen Gasofen ersetzt werden. Der ist zwar teurer in der Anschaffung, aber deutlich genügsamer im Betrieb. „Wir sparen dadurch 11 000 Euro im Jahr ein“, rechnet Kosian vor. Die Mehrkosten für beide Maßnahmen segnete das Gremium gegen drei Stimmen ab.

Bleibt noch Projekt Nummer drei. Schon seit längerem sorgt die marode Spind-Anlage für Sorgenfalten beim Geschäftsführer. Die vielen Jahre im Betrieb haben Spuren hinterlassen. Viele Türen sind schwergängig, schließen nur noch schlecht. Ersatz für die verschlissenen Beschläge sind kaum mehr zu bekommen. Bei manchen Schränken ist der Korpus durch eingedrungene Feuchtigkeit so aufgequollen, dass sich die Türen gar nicht mehr verriegeln lassen. Hinzu kommt die mangelnde Standsicherheit. Weil Niet-und Schraubverbindungen beschädigt sind, haben sich bereits einige der 150 Kilo schweren Trennwände verselbstständigt. „Wir hatten bisher Glück, dass kein Kinderfuß drunter war.“

Mehr Spinde für Bade- und Sauna-Gäste

Kosian schlug dem Stadtrat deshalb einen kompletten Austausch der altersschwachen Spind-Anlage vor. Verbunden mit einem Umbau der Umkleidekabinen ließe sich so aus einer „Not eine Tugend machen“. Denn zum einen wäre die Betriebssicherheit wiederhergestellt, zum anderen gewänne man im Badbereich durch eine optimierte Aufteilung von Einzel- und Familienumkleiden Platz für 82 zusätzliche Spinde. Im Bereich der Sauna-Umkleiden könnten zusätzlich 44 Schränke aufgestellt werden. Damit wäre man für die steigenden Besucherzahlen in der Zukunft gerüstet. Einziger Wermutstropfen: Durch die Nachverdichtung werde es „etwas enger“, räumte Kosian ein.

Die Kosten bezifferte der Plantsch-Chef auf rund 95 000 Euro. Trotz der hohen Summe ein gutes Geschäft für die Stadt. Denn die neue Planung macht den für später angedachten zweiten Bauabschnitt der Sauna-Erweiterung obsolet, der deutlich teurer gekommen wäre.

Zweite Kasse geplant

Ein separater Sauna-Eingang ist damit zwar endgültig vom Tisch. Lange Schlangen am Eingang sollen dennoch bald der Vergangenheit angehören. Erreicht wird das durch einen zweiter Kassenplatz samt zusätzlichem Ein- und Ausgangsdrehkreuz. Die Kosten für den entsprechenden Umbau des Eingangsbereichs schätzt Kosian auf 10 000 Euro. Hinzu kommen noch einmal rund 23 000 Euro für das Kassensystem und die Einbindung der zusätzlichen Spindschlösser. Diese Summe trägt das Kommunalunternehmen allerdings selbst.

Weil die Arbeiten zu umfangreich sind, um sie im laufenden Betrieb zu stemmen, sollen sie während der nächsten Revisionsschließzeit im September erledigt werden – genau wie auch der Umbau der Spind- und Umkleideanlagen.

Beide Vorhaben segnete das Gremium einstimmig ab. Von Stadträtin Marianne Porsche-Rohrer (CSU), die sich als begeisterte Sauna-Gängerin outete, gab‘s anschließend noch ein dickes Lob für Kosian: „Es ist richtig, richtig gut, was Sie und Ihre Mannschaft da leisten.“

Christoph Peters

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