Vieles noch zu klären

Freude und Fragen zur Förderung der Schongauer Eisstadionsanierung

Eisstadion Schongau
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Zur Sanierung des Eisstadions erhält die Stadt eine Förderung von 960.000 Euro.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Die Freude über die Förderzusage für die Sanierung des Schongauer Eisstadions im Stadtrat war groß. Allerdings brachte diese auch einige Fragen mit sich.

Durch den Investitionspakt des bayerischen Bauministeriums können Sportstätten in Gebieten, die in Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung aufgenommen sind oder in städtebaulichen Untersuchungsgebieten zur Vorbereitung der Aufnahme in die Städtebauförderung liegen, gefördert werden.

Die Stadt Schongau hat sich für das Programmjahr 2021 auf Grundlage des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) mit dem Projekt „Sanierung Eisstadion Schongau“ beworben. Im Mai informierte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, dass Schongau für Finanzhilfen in Höhe von 960.000 Euro ausgewählt wurde.

Schongau habe sich relativ kurzfristig für das Programm beworben, wie Bürgermeister Falk Sluyterman in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am vergangenen Dienstag sagte. Grund dafür sei gewesen, dass eine andere Kommune rausgefallen sei. „Damit ist sozusagen ein Platz frei geworden“, so das Stadtoberhaupt. Man habe auch schon Kontakt mit den TSV-Verantwortlichen aufgenommen und für Anfang Juli einen Termin vereinbart.

Bereits letztes Jahr habe man sich schon beworben – damals noch mit einem Ersatzneubau, heuer mit der Sanierung. Dass sich die Vorarbeit gelohnt habe, betonte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich: „Wir sind eine von fünf Gemeinden in Oberbayern.“

Die Fördersumme in Höhe von 960.000 Euro entspreche 90 Prozent der angemeldeten Kosten, so Dietrich weiter. Einen Eigenanteil von zehn Prozent muss die Stadt tragen. Die Abstimmung mit dem TSV sei nun der nächste Schritt.

Ihre große Freude über die positive Rückmeldung bekundete Kornelia Funke (CSU) im Stadtrat. „Aber wir dürfen da jetzt nichts anbrennen lassen.“ Sie wollte außerdem wissen, ob die Stadt oder der TSV die Förderung erhält.

„Den Zuschuss bekommt die Stadt“, machte Sluyterman noch einmal deutlich. Einige Fragen im Hinblick auf den Breitensport müssen noch geklärt werden, aber da sei man schon recht weit. „Wir müssen wie bei jeder anderen Förderung Bedingungen erfüllen und Fristen einhalten“, machte Dietrich deutlich.

„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, diese Meinung vertrat hingegen Friedrich Zeller (SPD). Das Geld reiche aber dennoch nicht, um alles generalzusanieren. Er verwies auf die zehn Prozent Eigenanteil für die Stadt. Auch wer im Endeffekt die Arbeit mache, müsse mit dem TSV geklärt werden.

Dass Schongau das Eisstadion brauche, diese Meinung vertrat Michael Eberle (CSU). Der TSV könne die Sanierungskosten nicht tragen. Laut Eberle müsse man sich überlegen, ob die Stadt das Eisstadion nicht übernimmt.

Zu den genauen Verhältnissen klärte Kämmerer Werner Hefele auf: Der TSV sei nicht Eigentümer des Stadions, sondern lediglich Erbbauberechtigter. Aber auch diese Konstellation müsse mit der Regierung im Hinblick auf die Förderung noch abschließend geklärt werden.

Die Freude über die große Geldsumme überwog bei Bettina Buresch (Grüne). Vor allem weil die Bedingungen vorher an den Breitensport geknüpft gewesen seien. „Jetzt klingt das wieder anders“, so Buresch, die die erste Mannschaft als „identitätsfördernd“ bezeichnete. „Schön zu hören, dass es so weitergehen kann“, fasste sie zusammen.

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