Den Blutzucker im Visier

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Das Krankenhaus Schongau präsentiert sein Zertifikat (v. links): Dr. med. Wilhelm Fischer (Chefarzt Innere Medizin), Claus Holm (Oberarzt Innere Medizin), Gabriele Kirsten (Diabetesassistentin DGG) und Anne Ertel (Pflegedienstleitung).

Schongau – „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ prangt auf dem Zertifikat, welches das Krankenhaus Schongau kürzlich in Empfang genommen hat. „Wir sind stolz, dass wir unsere Patienten nun entsprechend behandeln dürfen“, freut sich Dr. med. Wilhelm Fischer, Chefarzt für Innere Medizin.

Als eine von fünf oberbayerischen Kliniken ist die hiesige in Schongau nun zertifiziert – vorangegangen war ein zweieinhalbjähriger Prozess, in dem die Verantwortlichen die Voraussetzungen schafften: Unter anderem mussten Oberärzte und Krankenschwestern intensiv auf die Diabetestherapie vorbereitet werden. Projektleiter und Oberarzt für Innere Medizin, Claus Holm, bleibt dennoch bescheiden: „Wir können das Problem nur in die richtigen Bahnen lenken.“ Die Behandlungszeit sei nämlich knapp bemessen: Etwa fünf Tage verbringe ein Diabetes-Patient durchschnittlich in stationärer Behandlung.

Das Augenmerk liege aber zunächst auf jenen Patienten, die ohne Kenntnis ihres Diabetes nach Schongau kommen, etwa mit einem gebrochenen Fuß. Bei Blutentnahmen werde dann auch der Blutzuckerspiegel untersucht: Immerhin bei fünf Prozent der Verdachtsfälle sei Diabetes festgestellt worden, berichtet Holm. Die Erfahrung des Oberarztes: Oftmals sei die Zuckerkrankheit Urheber von Folgeerkrankungen wie Nierenschäden oder Geschwüren. Diese könnten durch frühzeitige Diabetes-Erkennung massiv eingedämmt werden. Gleichzeitig verbessere sich die Lebensqualität des Patienten, sofern dieser seinen Lebenswandel auch nachhaltig in Angriff nehme.

„Nicht unerheblich“ sei die Summe, die anfiel, um das gesamte Projekt umzusetzen, verrät Holm. Beziffern könne man die Ausgaben für Personal, Laborleistungen und Schulungen noch nicht. Dennoch: „Das ist eine gute Investition für unsere Patienten und das Gesundheitswesen“, meint Claus Holm.

mt

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