Startschuss fürs Volksfest

Augenmerk auf Familien

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Fünf Tage wird ab dem morgigen Donnerstag das Schongauer Volksfest gefeiert. Organisator und Schausteller Ronny Grubart (rechts) sowie Sohn Justin und Vater Klaus hoffen auf „perfektes Volksfestwetter“.

Schongau – So viele Fahrgeschäfte wie noch nie kündigt Schausteller und Organisator Ronny Grubart für das Schongauer Volksfest an. Insgesamt 23 Attraktionen beziehen seit Montagmorgen ihre Stellung auf dem Volksfestplatz. Am Donnerstag startet dann das Spektakel, das insgesamt fünf Tage dauert und mit einem vollem Programm vor allem Familien anlocken soll.

Seit Montag 8.30 Uhr ist Ronny Grubart auf dem Volksfestplatz im Einsatz und gibt „Vollgas in den Vorbereitungen“. Stündlich kommen neue Schausteller und Fahrgeschäfte hinzu. Highlight ist die Silberminen-Achterbahn, die auch noch ein 9D-Kino mitbringt. Eine besondere Herausforderung: Dienstagnacht war beides noch in Betrieb und machte sich im Anschluss auf die 500 Kilometer lange Reise von Rheinland-Pfalz nach Schongau. Der Aufbau, der normalerweise drei Tage in Anspruch nimmt, muss in nur einem Tag erfolgen. Dennoch hat Ronny Grubart keine Bedenken, dass sie nicht rechtzeitig fertig werden könnten: „Da halten alle zusammen und packen mit an.“

Unter dem Motto „#igfreimi­drauf“ startet das 157. Schongauer Volksfest am morgigen Donnerstag um 18 Uhr mit einem Standkonzert der Stadtkapelle auf dem Marienplatz. Das Motto trifft auch auf Ronny Grubart, der Schausteller in fünfter Generation ist, zu. Schon als Kind war er mit seiner Familie hier. Nach dem Aus des Schongauer Volksfestes und einer fünfjährigen Pause packte der Mann aus Isny vor drei Jahren die Neuauflage an. Schongau habe es ihm, der auf rund 45 Volksfesten pro Jahr unterwegs ist, aber besonders angetan. „Ich fühle mich hier wohl und daheim.“

Die Erinnerungen an das Schongauer Volksfest seiner Kindheit zeigten aber auch, dass der Platz nachmittags oft leer war. Deshalb stand für Grubart fest: Das Spektakel solle nicht mehr zehn Tage andauern, sondern nur noch fünf – diese dafür aber prall gefüllt. Hauptaugenmerk liegt für ihn dabei auf den Familien. Darauf hat er auch sein Programm ausgerichtet: Am Montag gibt es neben Kinderschminken und einer Zaubershow auch eine Kinder­olympiade und die mittlerweile schon recht beliebte Kinder-Bürgermeistersprechstunde mit Falk Sluyterman. Doch Montag ist nicht nur Kinder-, sondern auch Seniorentag auf dem Festplatz: „So können Oma und Enkel einen schönen Tag miteinander verbringen“, so Grubart.

Tradition und Neues

Aber nicht nur Familien, auch jüngere Menschen will der Organisator ansprechen. Zum dritten Mal wird es auch wieder eine Bayerische Olympiade mit Disziplinen wie Maßkrug­stemmen und Kirschkern-Weitspucken geben. Dazu kommt ein Fitness-Nachmittag, Feuer- und Tanzshows, sowie ein großes Brillantfeuerwerk mit musikalischer Begleitung am Freitagabend.

Das Bierzelt mit 1.250 Plätzen sowie der Biergarten, in dem weitere 300 bis 400 Besucher Platz finden, hat für Grubart die ideale Größe. Er will verhindern, dass es bei ein paar Programmpunkten halb leer ist. Wichtig ist ihm aber auch Gemütlichkeit und Atmosphäre: „Es wird keine Schnapsbar geben“, betont er. Die Bands und Parties am Abend beginnen deshalb auch schon um 19 Uhr. Konsequenz daraus: In den letzten Jahren habe es kein einziges Mal Ärger oder eine Schlägerei gegeben.

Auch die Tradition soll wieder aufleben, wünscht sich der Isnyer. So ist in diesem Jahr auch der Tag der Betriebe erstmals wieder dabei. Traditionell startet das Fest außerdem mit dem Standkonzert der Stadtkapelle auf dem Marienplatz. Danach folgt der Festeinzug zum Volksfestplatz. Trachtenverein und eine Kutsche mit Bürgermeister Falk Sluyterman sind hier vertreten. Ronny Grubart würde sich allerdings wünschen, dass mehr Vereine sich an dem Einzug beteiligen. Immerhin sei damit auch ein gehöriger Aufwand verbunden. Eine Straßensperre muss eingerichtet und eine extra Versicherung abgeschlossen werden.

Immer wieder müsse man sich neue Dinge einfallen lassen und experimentieren, um ein gelungenes Volksfest auf die Beine zu stellen, sagt Grubart. Manche Dinge funktionieren aber auch einfach nicht. So beispielsweise der Shuttlebus, der im vergangenen Jahr ganztags an 48 Haltestellen verkehrte. Dieser wurde kaum genutzt und deshalb wird es ihn in diesem Jahr auch nicht mehr geben. Grund dafür ist für den Schausteller vor allem auch im Wetter zu suchen. „Letztes Jahr war es tagsüber einfach zu heiß.“ Die Leute seien deshalb lieber zum Baden gegangen als auf das Volksfest. Aber hier erwartet Ronny Grubart in diesem Jahr mehr: „Wenn die Vorhersage sich bewahrheitet, haben wir perfektes Volksfestwetter.“

Astrid Neumann

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