Entscheidung aufgeschoben

Für und Wider Luftreinigungsgeräte in Altenstadt

Luftreiniger Altenstadt
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Eigens zum Zweck der Erörterung einer möglichen Ausstattung der Grundschule sowie der Räume des Bürgerzentrums mit Luftreinigungsgeräten nahm Konstantin Papamichail (links stehend) zwei unterschiedliche Modelle während der Gemeinderatssitzung in Betrieb.
  • Manfred Ellenberger
    VonManfred Ellenberger
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Altenstadt – Bei der letzten Sitzung des örtlichen Gemeinderats hatte man sich hinsichtlich der Erörterung einer möglichen Ausstattung der Grundschule sowie Räumen des Bürgerzentrums mit Luftreinigungsgeräten einige Mühe gegeben. Konstantin Papamichail nahm gleich zwei unterschiedliche Geräte im Sitzungssaal nach deren Aufstellung in Betrieb. Eines der beiden Geräte wird üblicherweise in dem im Keller befindlichen Musikraum genutzt, in dem eine ideale anderweitige Belüftung nicht möglich ist. 

„Es ist ein emotionales Thema“, wusste Bürgermeister Andreas Kögl zu berichten. Und das, obwohl der Förderanteil des Freistaats Bayern für mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion für Klassen- und Fachräume in Ergänzung der dort möglichen Fensterlüftung 50 Prozent beziehungsweise der Höchstbetrag pro Raum 1.750 Euro beträgt und damit eigentlich für eine zügige Ausstattung spräche. Nichtsdestotrotz zeigten sich mehrere Ratsmitglieder nicht davon überzeugt, derlei Geräte anschaffen zu müssen. Für Michael Dulisch lautet die Devise „lüften, lüften, lüften“. Im Übrigen zeigte er sich nicht vom besonderen Nutzen der Geräte überzeugt. Auch Andreas Nuscheler lehnte eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde ab. Anders Konstantin Papamichail. Für ihn sei Lüften ebenfalls wichtig, die Anschaffung der Geräte aber auch. „Es bietet eine zusätzliche Sicherheit“, sagte er im Hinblick auf die ebenfalls von ihm angesprochenen Möglichkeit, damit 99 Prozent der Viren aus der Luft herauszufiltern. Eine Geräteausstattung wollte er sowohl als Ergänzung zum Lüften als auch als psychische Komponente verstanden wissen.

Mit Zustimmung des Rates kam auch der unter den Zuhörern befindliche Stefan Lang zu Wort. Der beim Landratsamt berufstätige Altenstadter ist dort unter anderem mit den Lüftungsgeräten betraut. Er wies das Gremium darauf hin, dass jedes Klassenzimmer durch einen Lüftungstechniker hinsichtlich einer Bewertung der Geräteausstattung angeschaut werde. Nicht zuletzt, da die Geräte laut seien und auch Stellfläche in Anspruch nehmen, würden derzeit andere Städte und Gemeinden im Landkreis ihre Entscheidung zeitlich schieben.

Auch in Altenstadt macht man einstimmig von dieser Möglichkeit Gebrauch. Nach der Begutachtung der Räume durch eine Fachfirma soll bis zum Dezember entschieden werden, ob weitere Luftreinigungsgeräte beschafft werden sollen.

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