Kreistag

Sparkassen-Fusion: Abstimmung im Dezember?

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Weilheim/Schongau - Kommt es zur Fusion der Sparkassen Weilheim und Schongau? Wie berichtet laufen seit Juli intensive Gespräche über einen Zusammenschluss. Der aktuelle Stand der Verhandlungen war jetzt Thema in der nichtöffentlichen Sitzung des Kreistags. Auch ein Datum für die Fusion wurde genannt.

Am Freitagnachmittag ging die Schongauer Sparkasse mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. In Auftrag gegeben hatte sie Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die Verwaltungsratsvorsitzende des Kreditinstituts ist. Anlass war die vormittägliche Kreistagssitzung, genauer gesagt deren nichtöffentlicher Teil. Hinter verschlossenen Türen hatten die Landrätin und Andreas Schmitz, der Vorstandsvorsitzende der Schongauer Kreissparkasse, einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand der laufenden Fusionsgespräche abgegeben. 

Diese scheinen durchaus konstruktiv zu verlaufen. Wenn sich die Gespräche in den internen Gremien weiterhin so positiv entwickeln, könnte sie das Thema Fusion der beiden Landkreis-Sparkassen im Kreistag im Dezember zur Abstimmung stellen, wird Jochner-Weiß in der Mitteilung zitiert. Falls sowohl Verwaltungsrat und Kreistag für die Schongauer Sparkasse, als auch Verwaltungsrat und Zweckverbandsversammlung für die Weilheimer Sparkasse zustimmen sollten, könnte so eine rechtlich-formale Vereinigung zum 1. April 2017 realisierbar sein.

Thema waren auch die mit einer möglichen Fusion einhergehenden Auswirkungen. Die Vorstände beider Sparkassen seien sich einig, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben werde, betonte Schmitz. Außerdem sollen die Arbeitsplätze proportional, quantitativ und qualitativ auf die beiden Standorte Schongau und Weilheim verteilt werden.

Wichtig für die Kreisräte war laut Pressemitteilung das Bekenntnis der Vorstände zur Kundennähe. Eine Säule des Geschäftes der Sparkassen sei das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch – das werde auch so bleiben. Hier gelte es, durch hohe Kontinuität die vertrauensvolle Berater-Kunde-Beziehung zu erhalten und zu festigen. Parallel dazu würden sich aber die heute bereits unverzichtbaren Online-Möglichkeiten rasant weiterentwickeln.

Im Interesse des Landkreises sei auch für die Zukunft eine starke Sparkasse vor Ort, die sich der Region verpflichtet fühle, heißt es weiter. Ziel müsse sein, einerseits die Finanzierungskraft sowie Beratungskompetenz und moderne Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr auszubauen; andererseits aber auch qualifizierte und anspruchsvolle Arbeitsplätze und Karrieremöglichkeiten in der Region zu bieten und zu erhalten.

Christoph Peters

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