Verbindung bleibt:

Fußweg zum Schongauer Altstadtberg wird wiederhergestellt

Fußweg zwischen Kindergarten Regenbogen (links) und Feuerwehrgebäude (rechts)
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Der – aktuell gesperrte – Fußweg zwischen Kindergarten Regenbogen (links) und Feuerwehrgebäude (rechts) soll nach Beendigung der Sanierungsarbeiten und Umbauten auf dem Feuerwehrgelände wiederhergestellt werden.

Schongau – Soll der Fußweg zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Kindergarten Regenbogen, der hin zum Altstadtberg führt, erhalten oder aufgelassen werden? Damit beschäftigte sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag. Dieser soll zwar erhalten bleiben, wie das Gremium entschied, eine andere wichtige Fußwegverbindung in die Altstadt fällt jedoch weg.

Im Zuge der regelmäßigen Straßenkontrolle sei festgestellt worden, dass die Fußwegverbindung zwischen Bahnhofstraße und dem Fuß des Altstadtberges – genauer gesagt der Fußweg hinter dem Feuerwehrgebäude – zu sanieren ist, erläuterte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der Sitzung. Gleichzeitig war es notwendig, im Zuge der Sanierung und des Umbaus des Feuerwehrhauses Teilbereiche der Oberfläche des Weges zu entfernen. Aktuell ist die Verbindung daher auch gesperrt.

Nun stellte sich die Frage, ob der Fußweg künftig erhalten werden soll. Von Seiten der Freiwilligen Feuerwehr sei der Vorschlag beziehungsweise der Wunsch geäußert worden, den Weg ersatzlos zurückzubauen, so Dietrich. Die so freigewordene Fläche könnte dann dem Freispielbereich des Kindergarten Regenbogen zugeschlagen werden.

Geringe Bedeutung

Die Bedeutung der Wegeverbindung sowie die Frequenz des Fußweges stuft die Schongauer Stadtverwaltung als gering ein. Schulverkehr finde dort, laut Dietrich, kaum statt. Zudem habe man schlechte Erfahrungen mit nächtlichen Nutzern des Weges gemacht, weiß der Stadtbaumeister. Ein Rückbau würde rund 2.000 bis 3.000 Kosten, so die Schätzungen. Bei einer Wiederherstellung, wenn die Baumaßnahmen am Feuerwehrgebäude beendet sind, würden Kosten in Höhe von rund 17.000 Euro anfallen.

Eine andere Wegeverbindung in diesem Bereich muss jedoch geschlossen werden. Aus Gründen der Arbeits- und Betriebssicherheit muss der Feuerwehrbetriebshof künftig für die Öffentlichkeit – sowohl für Autos als auch für Fußgänger – gesperrt werden. Gründe hierfür sind vor allem die Gefahrensituation während des Ausrückens bei Alarmierung und die Tatsache, dass der Betriebshof als Notlandeplatz für den Rettungshubschrauber dient. Damit würde auch eine weitere Fußwegbverbindung zur Treppe am Lechberg und zum „Bahnhofstor“ entfallen.

„Bei der Entscheidung ist zwischen dem Entfall von zwei Fußwegeverbindungen zur Treppe am Lechberg und zum Bahnberg und der größeren Freifläche am Kindergarten Regenbogen sowie den Einsparungen von Unterhaltskosten abzuwägen“, fasst Stadtbaumeister Sebastian Dietrich die Situation zusammen.

Da es bei dem Fußweg über den Feuerwehr-Hof um die Betriebssicherheit geht, kam es hier nicht zur Diskussion. Den Vorschlag, diesen zu schließen nahm das Gremium mit zwei Gegenstimmen an.

»Unbedingt erhalten«

Anders bei der Verbindung weiter nördlich. Ilona Böse (SPD) sprach sich dafür aus, den Weg unbedingt zu erhalten. Vor allem, da es sich um die einzige Verbindung ohne Verkehr handele. Gleich zwei Wege, die in die Altstadt führen, in einer Sitzung zuzumachen, sorgte auch bei Friedrich Zeller (SPD) für Unbehagen.

Anderer Meinung war Alexander Majaru (SPD), der sich dafür aussprach, die frei werdende Fläche dem Kindergarten zuzusprechen. Ähnlich sah es auch Kornelia Funke (CSU): „Andere Wege sind machbar“, befand sie und plädierte ebenfalls dafür, den Grund dem Kindergarten zur Verfügung zu stellen. CSU-Fraktionskollege Michael Eberle pflichtete ihr bei.

Den Vorschlag der Stadtverwaltung den Weg aufzulassen und die Fläche dem Kindergarten zuzuschlagen, lehnte der Stadtrat mit 10:14 Stimmen ab. Die Verbindung wird also nach Beendigung der Arbeiten am Feuerwehrgebäude wiederhergestellt.

Astrid Neumann

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