Eintrag ins Goldene Buch

Zwei „Schwarze Peter“

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Erst Gauweiler, dann Ude: Die beiden Politiker beim Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde Peiting.

Peiting – Da wurde zunächst ernst diskutiert, dann geflachst und gelacht: Es herrschte eine lockere Stimmung, bevor Christian Ude (SPD) und Dr. Peter Gauweiler (CSU) zum Füller griffen und sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde Peiting eintrugen. Als in dieser Runde das Stichwort „Schwarzer Peter“ fiel, kam es im Amtszimmer von Bürgermeister Michael Asam spontan zu einem kräftigen Händedruck zwischen dem langjährigen CSU-Politiker sowie Bundestagsabgeordneten (bis 2005) und dem CSU-Fraktionschef im Peitinger Gemeinderat, Peter Ostenrieder.

Was die Beiden verbindet: Jeder hat auf kommunaler Ebene eine Wahl verloren. Bei Gauweiler war es 1993, als er im Rennen um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude unterlag, der dann bis 2014 im Amt blieb. Und Peter Ostenrieder zog den Kürzeren, als er 2008 Michael Asam (SPD) herausforderte.

Mit am runden Besprechungstisch saßen auch der CSU-Ortsvorsitzende Norbert Merk und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Herbert Salzmann. Bürgermeister Michael Asam, der anfangs aus lokaler Sicht das Asylbewerber-Thema aufgriff („Ich hätte nicht geglaubt, was da in der letzten Amtsperiode alles auf mich zukommt“), schlug schließlich das Goldene Buch mit dem mosaik-ähnlichen Einband auf, das es seit 1997 im Rathaus gibt.

Zuerst hatte Gauweiler seinen Eintrag mit einem blauen Stift und in kleinen Buchstaben verfasst. Der lautet: „In herzlicher Verbundenheit – weiß-blau schlägt schwarz-rot.“ Ude setzte seinen Satz in schwarzer Schrift und großen Buchstaben darunter. „Danke für Ihre waghalsige Einladung – möge die Übung gelingen!“ Damit meinte er die Peitinger Premiere, dass CSU und SPD einen gemeinsamen Neujahrsempfang ausrichten.

jj

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