Gefahr aus allen Richtungen

Unübersichtlich und gefährlich: Die Kreuzung an der Lechbrücke soll nach dem Willen des Stadtrates entschärft werden. Foto: chpe

Das Wohnviertel Lechvorstadt in Schongau ist begehrt und durch die Neubaugebiete Ulmenweg I und II vor allem bei Familien sehr gefragt. Doch gerade für Kinder ist die Anbindung alles andere als ideal. Schuld daran trägt die unübersichtliche Kreuzung vor der Lechbrücke. Die CSU-Fraktion im Schongauer Stadtrat will die gefährliche Situation nicht länger hinnehmen und beantrage in der jüngsten Sitzung des Gremiums, eine sichere Fußgängeranbindung der Lechvorstadt an die Schulen, Sportstätten und die Altstadt zu schaffen.

„Es ist ein Problem, das wir anpacken müssen“, forderte der CSU-Fraktionsvorsitzende Michael Eberle. Schließlich seien immer mehr Menschen betroffen. Tatsächlich verursacht die Kreuzungssituation tagtäglich Stress bei Autofahrern und Fußgängern. Wer von der Lechvorstadt kommend rechts auf die Bahnhofstraße abbiegen will, kommt noch am einfachsten davon. Bedeutend schwieriger wird es, will man nach links in Richtung Peiting. Dann gilt es, auf den Verkehr von Peiting in Richtung Bahnhof beziehungsweise in Gegenrichtung zu achten und dabei nicht die Linksabbieger vom Bahnhof kommend sowie querende Fußgänger und Radfahrer aus den Augen zu verlieren. Hinzu kommt der Bahnübergang, der bei passierenden Zügen den Verkehr per Ampel einseitig stoppt. Noch chaotischer sei die Situation für Fußgänger, bemängelte die CSU in ihrem Antrag. Diese müssten beim Überqueren der Kreuzung zusätzlich auf den Verkehr aus Richtung Plantsch und vom Lechberg achten. Dieser gefährliche Zustand sei für Kinder, die in die Schule, zum Sportplatz oder in die Altstadt wollen, unzumutbar. Die Möglichkeit, den bestehenden Weg unter den beiden Brücken zu benutzen, hielt Eberle aufgrund der ungesicherten Lage am Lech und des „dort anzutreffenden Personenkreises“ für keine akzeptable Lösung. Dass etwas getan werden muss, sah auch Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl (SPD) ein. Allerdings wies er daraufhin, dass es sich dabei um eine „komplexe Geschichte“ handle. Dem musste auch Eberle zustimmen. „Ohne die Hilfe von einem Planer kommen wir da nicht weiter“, räumte er ein und schlug vor, neben einem Planungsbüro auch das staatliche Bauamt und die Bürger bei der Suche nach der optimalen Lösung ins Boot zu holen. „Das alles zu einem vertretbaren Preis.“ Unterstützung erhielt die CSU auch aus den anderen Fraktionen. So sprach sich Siegfried Müller (ALS) für den Antrag aus, allerdings nur, wenn es sich bei der Lösung um einen niveaugleichen Überweg handle. „Es dürfen keine Umwege entstehen.“ Die Idee einer Ampellösung vor dem Lechwirt, wie sie Alexander Jospeh vom Stadtbauamt in den Raum warf, erteilte Michael Motz (UWV) eine klare Absage. Diese sei „nicht akzeptabel“, da sie den rollenden Verkehr behindere. Letzteren bat Peter Blüml (CSU) nicht zu vergessen. Schließlich sei der Auto- und Lkw-Verkehr ebenfalls wichtig. „Wir müssen alles prüfen, egal ob große oder kleine Lösungen.“ Das sahen auch seine Ratskollegen so und stimmten für den Antrag der CSU. Als nächstes sollen nun Gespräche mit der Bahn und dem staatlichen Bauamt folgen.

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