Öffentlichkeit als würdiger Rahmen

Bundeswehr-Vereidigung auf dem Schongauer Marienplatz

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Die Wertschätzung, die Schongau der Bundeswehr entgegenbringe, äußere sich durch die Festlichkeit, die der Marienplatz ermögliche, befand Roland Badstübner, Oberstleutnant und Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 (am Pult).

Schongau – Einiges los war am Donnerstagnachmittag in der Schongauer Altstadt: Mehrere Hundert Menschen waren gekommen, um auf dem Marienplatz den Vereidigungsappell der 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillons 3 aus Altenstadt sowie der regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Schwaben zu verfolgen.

Darauf hatten die rund 600 Angehörigen aus ganz Deutschland und Schongauer Zuschauer ebenso gewartet, wie die 167 Soldaten, die den Eid leisteten: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe“, sagten letztere zu. Stabsfeldwebel Andreas Reich übernahm dabei den Part des Ansagers. Oberstleutnant Felix Weller, stellvertretender Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillons 3, führte die Paradeaufstellung an und den Vereidigungsappell durch. Anschließend spielte das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen das Bayernlied und die deutschen Nationalhymne.

Es war dieser öffentliche Rahmen, der es Roland Badstübner, Oberstleutnant und Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3, nach eigenen Worten ganz besonders angetan hatte: „Ich freue mich riesig“, machte er zu Beginn seiner Rede klar. Er habe die Tage gezählt, bis zu diesem Donnerstag, an dem die Soldaten einen der „herausragendsten Momente“ ihrer Laufbahn begingen.

„Der Vereidigungsappell gehört genau hier hin – in die Öffentlichkeit“, so seine feste Überzeugung. Denn: „Die Soldaten stehen für Sie, für die Bürger ein“, wandte er sich an seine zivile Zuhörerschaft. Der Dank, der der Bundeswehr in Schongau entgegengebracht werde und der in der Möglichkeit, den Marienplatz für die Vereidigung zu nutzen, seinen Ausdruck finde, sei „nicht mehr überall in Deutschland“ selbstverständlich.

Bildergalerie zum  Bundeswehr-Vereidigungsappell im Herzen Schongaus

Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer
Die 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 freute sich darüber, den Vereidigungsappell in der Öffentlichkeit feiern zu dürfen. "Da gehört er hin", befand Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Robert Badstübner. © Schorer

Dass die Bundeswehr in Schongau „fest verankert“ sei, versicherte Bürgermeister Falk Sluyterman in seiner Rede. „Wir stehen wie eine Eins hinter der Kaserne in Altenstadt.“ Bei seiner eigenen Vereidigung vor 30 Jahren in Eckernförde sei der Schauplatz ein anderer gewesen. An der Zeremonie habe sich aber kaum etwas geändert. „Ich hätte jeden Schritt mit Ihnen mitmarschieren können“, richtete er sich an die Soldaten. Friedfertig und frei leben zu dürfen, sei ein Privileg. Damit dieses erhalten bleibt, brauche es die Streitkräfte. Der Dienst in der Bundeswehr sei kein Kriegsdienst, sondern ein Kriegsverhinderungsdienst, zitierte er den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

So sah es auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Der Idealzustand eines Weltfriedens sei noch längst nicht erreicht. „Soldat wird man nicht, um einen Arbeitsauftrag zu erfüllen, sondern um zu dienen.“ Dieses Wort – am Donnerstag auf den Marienplatz wohl eines der meistbemühten – entfalte eine heutzutage bisweilen ungewohnte Härte. Ebenso wie „Tapferkeit“ oder „Kampfkraft“. Deutschland strebe den Frieden und die Freundschaft mit allen Völkern an. „In letzter Instanz brauchen wir aber für unseren Schutz die Bundeswehr und die Nato.“

Die Rekrutenrede übernahm Unteroffizier Christian Sessan. Die Bundeswehr habe sich gewandelt; die Werte, für die sie stehe, bleiben aber dieselben. „Wir treten nicht nur für Deutschland, sondern für die Würde aller Menschen ein.“ Dies sei „das Edelste, was wir tun können“.

ras

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