100 Tage im Bürgermeisteramt:

"Es geht nur gemeinsam": Manfred Schmid aus Schwabsoien

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Zum Interview-Zeitpunkt seit 100 Tagen im Amt: Manfred Schmid.

Schwabsoien – Seit Anfang Mai haben einige Gemeinden in der Region ein neues Oberhaupt. Nach 100 Tagen im Bürgermeisteramt ziehen sie im Kreisboten eine erste Bilanz. Heute: Manfred Schmid aus Schwabsoien.

Wie hat sich Corona auf ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?
Schmid: „Corona ist eine Herausforderung, die es gilt gemeinsam zu bewältigen und deren Auswirkungen noch gar nicht zu überblicken sind. Gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenhalt sind die Mittel der Wahl, um Schule, Kindergarten und gemeindliche Einrichtungen weiterhin betreiben zu können. Hygienekonzepte und deren stete Anpassung kosten Zeit und die Umsetzung Geld. Für mich persönlich: weniger Abendtermine, damit mehr Zeit für Gemeinde und Familie.“

Welche der Projekte, die Sie im Wahlkampf als vorrangig herausgestellt haben, haben Sie bereits in Angriff genommen?
Schmid: „Das Projekt Bauhof, zusammen mit der Gemeinde Schwabbruck, ist angepackt und die gemeinsame Nutzung eines Gebäudes unterschrieben. Zusammenfügen von Inventar, Mitarbeitern und Anschaffung von Großgerät sind die nächsten Schritte. Ein erster Bürgerbrief zur Info an alle Haushalte wurde bereits verteilt. Die Themen Kindergarten und sozialgerechte Einrichtungen für alle Altersgruppen werden Mitte September durch einen Konzepttag hoffentlich auf den Weg gebracht.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?
Schmid: „Bürgermeister sein, heißt viel Verwaltung und Bürokratie zu ertragen. Dank unserer kompetenten und motivierten Mitarbeiter in der VG Altenstadt funktioniert das allerdings ganz gut. Bürgermeister sein heißt auch, viel Zeit zu investieren in Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nur mit guter Kommunikation lassen sich gute Lösungen finden.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?
Schmid: „Zum einen die Weiterentwicklung meiner Vision, auf dem Huber-Anwesen für alle Altersgruppen ein Zentrum mit Kinderbetreuung, Familiencafé, Starter- und Seniorenwohnungen nebst Versorgung und Pflege zu errichten. Des Weiteren die Schaffung von Bauplätzen und Wohnraum für Familien.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu. Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?
Schmid: „Verminderte Gewerbesteuereinnahmen werfen sicherlich gewisse Planungen um Jahre zurück oder schränken diese ganz ein. Wir werden sehen.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers?
Schmid: „So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedlich ihr Führungsstil. In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn als Soldat habe ich gelernt, team- und kommunikationsorientiert zu führen.“

Was möchten Sie ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?
Schmid: „Nur gemeinsam können wir unser Dorf lebens- und liebenswert erhalten. Deshalb soll sich jeder Einzelne in die Gemeinschaft einbringen und mitmachen, von der Jugend bis zu unseren Senioren.“

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