Förderung genehmigt – Benefizkonzerte von und für Musikschule

Neues Konzept in Arbeit

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Die Geschwister (v.li.) Greta und Esther und Vincent Braun üben schon fleißig für die Benefizkonzerte. Sie sind alle drei Schüler an der Musikschule.

Schongau – Für drei Jahre galt die jüngste Vereinbarung zwischen Stadt und Musikschule zur Bezuschussung. In diesem Jahr läuft sie aus, daher wurde in der Stadtratssitzung am Dienstag neu darüber abgestimmt, ob weiter Geld fließen soll.

„Ich kann die Verantwortlichen bei der Musikschule gut verstehen. Sie müssen jetzt in die Planung für das nächste Schuljahr einsteigen“, erkannte Bürgermeister Falk Sluyterman die Dringlichkeit der Entscheidung.

2009 wurde die Verlängerung des Vertrags aus dem Jahr 2004 zwischen Musikschule und Stadt für drei weitere Jahre beschlossen. Die verstreichen aber in diesem Jahr. Der Vorstand der Musikschule stellte daher den Antrag, dass der vereinbarte Zuschuss bis zum Schuljahresende im August 2016 verlängert wird. Nur so könnten die Angebote für alte und neue Schüler aufrechterhalten werden.

Jährlich handelt es sich um eine Summe von 125 000 Euro. Zusätzlich werden die Räume mietfrei zur Verfügung gestellt und auch die Betriebskosten übernommen. Über diese Förderung gab es bei den Stadträten auch gar keine Zweifel. Ohne jegliche Diskussion wurde sie für ein weiteres Jahr bewilligt. 

Jedoch ließ Sluyterman durchblicken, dass bereits an einem anderen Modell gefeilt werde. Derzeit gebe es Versuche, eine interkommunale Variante mit den Nachbargemeinden, aus denen Schüler in Schongau Unterricht bekommen, zu erarbeiten. Bei den Verhandlungen sei aber bisher noch „nicht das gewünschte Ergebnis“ herausgekommen.

Auf Veränderung hofft auch Musikschulleiter Karl Höldrich. Die Vereinbarung für ein Jahr gebe nun zwar „Zeit, andere Konzepte zu finden“, jedoch wünsche er sich eine andere Lösung, um „längerfristig das Überleben zu sichern“, wie er auf Nachfrage des Kreisboten erklärte. 

Immerhin sei die Musikschule äußerst engagiert in Schongau. „Wir versuchen die Stadt, mit vielen Veranstaltungen zu bereichern.“ Knapp 900 Belegungen, also Unterrichtseinheiten oder Ensemblestunden, nehmen Kinder und Jugendliche derzeit wahr. Und was sie dabei lernen, das zeigen sie an vielen Stellen. Ob beispielsweise bei Auftritten im Seniorenheim, bei öffentlichen Veranstaltungen und Festen, bei Gottesdiensten oder in Konzerten der zahlreichen Kapellen in der Region: Ohne die Schüler wäre das musikalische Leben im Landkreis kaum möglich. Dabei treten sie meist umsonst auf und sammeln sogar teilweise noch Geld für soziale Zwecke.

Unterstützung für Verein „Rolliwelten“ 

So auch bei einem Konzert, das am Mittwoch, 6. Mai, ab 19.30 Uhr im Ballenhaus stattfindet. Die Musikschule und die Big Band des Welfengymnasiums spielen hier und gestalten den Abend gemeinsam als Auftakt zur Aktionswoche des Vereins „Rolliwelten“. Dem kommen alle Einnahmen von dieser Veranstaltung, die von Andreas Immler geleitet wird, zugute.

Benefizkonzert für die Musikschule 

Doch auch die Musikschule wird finanziell unterstützt. Denn der Lions Club Schongau-Pfaffenwinkel sieht Handlungsbedarf. Bereits im letzten Jahr sorgte das Konzert „Vorhang auf – Musiktalente entdecken“ für einen vollen Saal im Ballenhaus. Daher fiel die Entscheidung leicht, die Aktion heuer zu wiederholen.

„Es ist wichtig, dass der musikalische Nachwuchs gefördert wird“, erklärt Elisabeth Malzer, Vizepräsidentin der Schongauer Lions. Dabei gehe es nicht nur ums Geld, sondern auch darum, Aufmerksamkeit zu schaffen. „Je mehr die Musikschule in den Köpfen ist, desto weniger kann man sie wegrationalisieren.“ 

Beim Konzert am Sonntag, 10. Mai, gibt es ab 18 Uhr im Ballenhaus das ganze Spektrum der Musikschule zu hören. Von Klavier, Harfe und Violine über Trompete, Englisch Horn, Saxophon und Flöte bis hin zu Schlagzeug und Gesang zeigen Musikschüler zwischen sieben und 18 Jahren, was sie drauf haben. Ob Klassik, Jazz oder Pop: Das rund zweieinhalbstündige Programm wird, wie Höldrich verspricht, für jeden Geschmack etwas bieten. 

Das Geld, das beim Speisenverkauf in der Pause und durch die Karten eingenommen wird, bekommt die Musikschule. Karten gibt es bereits jetzt in der Marien Apotheke.

Von Ursula Gnadl

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